Roy Price auf der MIPTV © V. Desjardins - Image & Co
Endgültiger Abschied

Roy Price verlässt Amazon nach Belästigungsvorwürfen

 

Amazon-Studios-Chef Roy Price verlässt das Unternehmen, er ist mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Das hat Amazon nun bestätigt. Price war vor einigen Tagen aufgrund von Belästigungsvorwürfen beurlaubt worden.

von Timo Niemeier
18.10.2017 - 08:28 Uhr

Erst Ende der vergangenen Woche hat Amazon Roy Price und damit den obersten Chef der Unterhaltungssparte des Konzerns, suspendiert. Die Produzentin Isa Hackett erklärte zuvor, Price habe sie sexuell belästigt. Nun ist Price von seinem Posten zurückgetreten und wird Amazon endgültig verlassen, das hat das Unternehmen bestätigt. Neben den Belästigungsvorwürfe soll er auch das Verhalten von Harvey Weinstein ignoriert haben, obwohl er Hinweise darauf hatte. Filmproduzent Weinstein wird ebenfalls sexuelle Belästigung und auch Vergewaltigung vorgeworfen, im Filmstudio The Weinstein Company arbeitet er inzwischen nicht mehr.

Bereits kurz nach der Suspendierung von Roy Price stoppte Amazon dessen 160 Millionen Euro schweres Prestigeprojekt mit Robert de Niro - hier war die Weinstein Company ebenfalls mit im Boot und Amazon wollte offenbar ein klares Zeichen gegen sexuelle Belästigung setzen. Zudem sagte Amazon seinen für diese Woche geplanten Showcase in London ab. Wer Price bei Amazon Studios nun nachfolgen wird, ist noch nicht bekannt. COO Albert Cheng hatte den Posten zuletzt interimsweise übernommen.

Isa Hackett, die mit ihren Aussagen den Fall ins Rollen brachte, zeigte sich in einer ersten Stellungnahme zufrieden. Gegenüber dem "Hollywood Reporter" erklärte sie: "Ich freue mich, dass Amazon Schritte unternimmt, um das Thema anzusprechen. Eine wichtige Diskussion hat begonnen, um eine Kultur in unserer Branche zu schaffen, die Respekt und Anstand würdigt und die missbräuchliche Macht und Entmenschlichung ablehnt. Das ist eine echte Gelegenheit, einen besseren Weg zu finden und letztlich zu einer ausgewogenen Vertretung von Frauen und Minderheiten in Führungspositionen zu kommen."


 

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