Deutscher Fernsehpreis 2019 © DFP
Nominierte der non-fiktionalen Kategorien

Mischke, Wilmsdorff und Ina Müller hoffen auf Fernsehpreis

 

Nach den fiktionalen Kategorien steht nun auch fest, wer in diesem Jahr beim Deutschen Fernsehpreis im Bereich Non-Fiction auf Auszeichnungen hoffen darf. In den Doku-Kategorien dominieren die Öffentlich-Rechtlichen, im Infotainment, beim Sport und in der Unterhaltung mischen die Privaten mit.

von Timo Niemeier / Kevin Hennings
10.01.2019 - 11:59 Uhr

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Die Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis 2019 ist abgeschlossen. Nachdem die die 14-köpfige Fachjury kurz vor Weihnachten bereits die Nominierten in den fiktionalen Kategorien bekanntgegeben hatte, folgten nun die Preisanwärter in den Bereichen Information, Sport und Unterhaltung. Anders als in den fiktionalen Kategorien gibt es nicht eine oder wenige Produktionen, die mit vielen Nominierungen als Favoriten gelten - das liegt aufgrund der großen Unterschiede in den Kategorien aber in der Natur der Sache.

In den Doku-Kategorien dominieren allerdings die Öffentlich-Rechtlichen: Als beste Doku/Reportage kann sich unter anderem "Heer, Stahl und Sturm - Wer Nazis verteidigt" (WDR) Hoffnungen auf einen Preis mache. Filmemacherin Eva Müller hat die drei Pflichtverteidiger von Beate Zschäpe darin jahrelang begleitet. Ebenfalls nominiert ist hier "Kulenkampffs Schuhe" (SWR/HR), diese Doku zeigt, wie Hans-Joachim Kulenkampff, Hans Rosenthal und Peter Alexander zu Lebzeiten nach dem Krieg zu einer Art zweiten Familie für viele Menschen wurden. Auch sonst gibt es in dieser Kategorie nur Nominierungen für ARD und ZDF.

Bei den besten Doku-Mehrteilern kann sich das ZDF schon jetzt freuen. "Terra X: Die Reise der Menschheit" (ZDF) tritt hier gegen "Die Steinkohle" (Arte/ZDF) und "Äquator 360°: Die Linie des Lebens" (Arte/ZDF) an. Als beste Auslandsreporter nominiert sind Natalie Amiri für ihre Berichterstattung für die ARD aus dem Iran und Carsten Stormer und Marc Wiese für die Arte/WDR-Produktion "War Diary". Sie treten an gegen Antonia Rados, die für ihren n-tv-Bericht "Jemens langsamer Tod" nominiert wurde.

Und auch wenn ProSieben nicht viele Info-Sendungen im Programm hat, ist der Sender beim Deutschen Fernsehpreis 2019 nominiert. Thilo Mischke kann mit "Uncovered" auf eine Auszeichnung hoffen, die jüngste Staffel endete erst in dieser Woche. Auch RTL-Reporter Jenke von Wilmsdorff steht hier auf der Nominierungsliste. Mischke und von Wilmsdorff messen sich mit ZDF-Mann Jochen Breyer, der für eine "ZDFzoom"-Doku nominiert wurde.

In den Unterhaltungs-Kategorien finden sich deutlich mehr Nominierungen für Privatsender. Als beste Unterhaltungssendung nominiert wurden "Let’s Dance", "Ninja Warrior Germany" und "Wer weiß denn sowas? XXL". Während hier RTL also gute Chancen hat, kann Vox auf eine Auszeichnung im Bereich Factual hoffen. Als beste Factual-Formate nominiert sind nämlich mit "First Dates" und "Ich, einfach unvermittelbar" gleich zwei Produktionen des Senders. Sie treten gegen den ZDF-Dauerbrenner "Bares für Rares" an. Bereits im vergangenen Jahr sicherte sich Vox in der Kategorie Factual mit "Kitchen Impossible" den Sieg.

Als beste Sportsendung nominiert wurde "ranNFL" von ProSieben Maxx - die Sendung hat in den zurückliegenden Wochen Quoten-Rekorde eingefahren und ist damit inzwischen nicht mehr nur ein reiner Kritiker-Liebling. Auf einen Fernsehpreis hoffen können auch die ARD und das ZDF für ihre Übertragung der European Championships sowie das ZDF einzeln für die Übertragung des Ironman.

Luke Mockridge ist, wie schon im Vorjahr, als bester Moderator Unterhaltung nominiert. Während sich 2018 noch Michael Kessler den Preis schnappte, muss der Comedian in diesem Jahr gegen Daniel Hartwich ("Let’s Dance") und das Team von "Wer weiß denn sowas? XXL" (Kai Pflaume, Bernhard Hoecker, Elton) antreten. In der Kategorie Beste Unterhaltung nominiert sind Klaas Heufer Umlauf ("Late Night Berlin"), Ina Müller ("Inas Nacht") und Serdar Somuncu ("So! Muncu!"). 2018 waren hier noch Luke Mockridge, Jan Böhmermann und Pierre M. Krause nominiert.

Frauen-Power gibt es in der Kategorie Beste Comedy. Hier ist unter anderem die Radio-Bremen-Produktion "Kroymann" nominiert, die den Sieg im vergangenen Jahr noch "extra 3" überlassen musste. Auch "Die Martina Hill Show" (Sat.1) und "Sketch History" (ZDF) sind nominiert. In der Kategorie Beste Ausstattung Show können die Teams hinter "Late Night Berlin", "Das große Backen" und "Let’s Dance" auf einen Fernsehpreis hoffen.

Die 20. Verleihung des Deutschen Fernsehpreises findet am 31. Januar in der Düsseldorfer Rheinterrasse statt. Moderiert wird die Preisverleihung von Barbara Schöneberger und Steffen Hallaschka. Der WDR bietet online einen Livestream an, bei One gibt es später eine Zusammenfassung zu sehen.

Auf Seite zwei finden Sie alle Nominierten der Kategorien Information, Sport und Unterhaltung in der Übersicht.

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