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Streaming wird teurer

Zunächst in den USA: Netflix erhöht die Preise

 

Netflix hat - zunächst in den USA und weiteren Ländern in Mittel- und Lateinamerika - die Preise angehoben, erstmals auch beim Einsteiger-Tarif. In Deutschland laufen unterdessen mal wieder Tests mit höheren Preisen.

von Uwe Mantel
15.01.2019 - 17:23 Uhr

Netflix-Abonnenten müssen wohl damit rechnen, künftig für ihr Abonnement tiefer in die Tasche greifen zu müssen. In den USA hat man nun konkret eine Preiserhöhung angekündigt. Demnach steigt der Preis fürs Standard-Abo, das zwei parallele HD-Streams umfasst, von 10,99 US-Dollar auf 12,99 US-Dollar - eine Erhöhung um rund 14 Prozent. Das Premium-Abo, das auch Ultra-HD und bis zu vier parallele Streams ermöglicht, wird ebenfalls um 2 US-Dollar auf 15,99 US-Dollar angehoben. Zudem schraubt Netflix anders als bei den letzten Preis-Runden diesmal auch am Einstiegs-Preis: Das Basis-Abo, das allerdings nicht mal HD ermöglicht, schlägt nun in den USA mit 8,99 statt 7,99 US-Dollar zu Buche.

In Deutschland werden derzeit für die drei Abo-Varianten noch 7,99, 10,99 und 13,99 Euro fällig, allerdings zog Netflix in der Vergangenheit bei seinen internationalen Angeboten in der Regel bei einer Preisrunde nach einiger Zeit nach. Tatsächlich laufen derzeit auch wieder Tests, in denen Netflix die Zahlungsbereitschaft neuer Kunden austestet und teils höhere Preise anzeigt - bis zu 17,99 Euro für die Premium-Variante wurden hier schon gesichtet. Netflix führt solche Tests immer mal wieder durch, für welche Preishöhe man sich letztlich entschieden wird - oder ob die Preise stabil bleiben - bleibt also bis auf weiteres Spekulation.

Sicher ist aber, dass Netflix seine Einnahmen erhöhen muss. Der Konzern hat die Ausgaben für seine Inhalte-Produktion in den vergangenen Jahren extrem ausgeweitet und begründet damit auch die jetzige Preiserhöhung. Allein 13 Milliarden US-Dollar an Investitionen in Inhalte wurden für das Jahr 2018 prognostiziert. Dafür nimmt Netflix derzeit enorme Schulden in Kauf. Zum 30. September 2018 lagen die langfristigen Verbindlichkeiten bei 8,34 Milliarden US-Dollar, Ende 2017 waren es noch 6,5 Milliarden. 2018 wird das Unternehmen voraussichtlich mit einem negativen Cash-Flow von rund drei Milliarden Dollar abschließen. In der Vergangenheit haben Preiserhöhungen meist zu einem kurzen Abflachen des Wachstums geführt, dem genrellen Aufwärtstrend aber nicht geschadet.

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