Hubert ohne Staller © ARD/TMG/Emanuel A. Klempa
Vorabend im Aufschwung

ARD bestellt weitere Staffeln seiner Vorabend-Serien

 

Weil Hubert auch ohne Staller funktioniert, gab's jetzt schon grünes Licht für eine weitere Staffel. Auch für zwei weitere Serien wurden neue Staffeln in Auftrag gegeben, für den neuesten Ableger von "In aller Freundschaft" sieht's zumindest gut aus

von Uwe Mantel
23.01.2019 - 15:43 Uhr

Den 18-Uhr-Sendeplatz hat Das Erste durch seine Quiz-Shows schon seit einiger Zeit vom Problemkind zum Quoten-Glanzstück aufpoliert, die Vorabend-Serien konnten da bislang aber nicht so recht mithalten. Doch auch wenn man vom Quotenniveau der Quizshows weiterhin ein großes Stück entfernt ist: Ein Aufwärtstrend ist auch auf den Fiction-Sendeplätzen um 18:50 Uhr nicht zu leugnen. Daher verwundert es auch nicht weiter, dass die ARD an den dortigen Serien festhält und nun weitere Staffeln in Auftrag gegeben hat.

So ermittelt Christian Tramitz alias Franz Hubert zwar erst seit zwei Wochen ohne seinen Kollegen Staller, das bislang aber dafür mit größerem Erfolg als es die Serie in alter Besetzung am Vorabend je hatte. Über drei Millionen Zuschauer sahen die erste Folge "Hubert ohne Staller", der Marktanteil stieg auf über 12 Prozent beim Gesamtpublikum - und auch in der Zielgruppe sah es mit 7,5 Prozent Marktanteil richtig gut aus. Die zweite Folge schlug sich ebenfalls besser als man das vom ARD-Vorabend gewohnt ist. Aus diesem Grund gab's auch schon jetzt grünes Licht für eine Fortsetzung von "Hubert ohne Staller".

Die Fernsehprogrammkonferenz der ARD hat auf ihrer Sitzung am Mittwoch zudem weitere Staffeln für "Morden im Norden" und die "Rentnercops" beschlossen. Auch dort zeigte die Formkurve zuletzt nach oben. Bei den "Rentnercops" stieg der durchschnittliche Marktanteil von 8 auf über 9 Prozent beim Gesamtpublikum, "Morden im Norden" erreichte im Herbst erstmals seit dem Start 2012 im Schnitt zweistellige Marktanteile. Im Mai steht dann zudem noch die Premiere einer neuen Vorabend-Serie auf dem Programm: "Watzmann ermittelt" mit Andreas Giebel und Peter Marton.

Eine Fortsetzung ist auch für "In aller Freundschaft: Die Krankenschwestern" geplant. Einen entsprechenden Bericht von "Quotenmeter" bestätigte die ARD auf Anfrage. Der neueste Ableger des Klinikserien-Franchises war im Herbst acht Folgen lang als Vertretung für "Die jungen Ärzte" zu sehen - blieb aus Quotensicht aber spürbar hinter den "jungen Ärzten" zurück. Im Schnitt erreichten die acht Folgen knapp über zwei Millionen Zuschauer und 8,3 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. "Die jungen Ärzte" liegen im Schnitt inzwischen im zweistelligen Bereich. Die beiden "In aller Freundschaft"-Serien sollen sich auch weiterhin den Sendeplatz am Donnerstagabend teilen - von den "jungen Ärzten" können schon rein produktionsbedingt nicht ausreichend Episoden für eine durchgehende Bespielung des Sendeplatzes produziert werden. Wie die genaue Verteilung zwischen den Serien künftig aussehen wird, ist aber noch unklar.

Klar ist hingegen der Fahrplan auf der Quizschiene um 18 Uhr: Zunächst mal wird in den kommenden Wochen noch weiterhin "Wer weiß denn sowas?" zu sehen sein, das nach wie vor stärkste Format am ARD-Vorabend. Im Mai steht dann für vier Wochen wieder das "Quizduell" in der Live-Version auf dem Programm, ehe Anfang Juni dann "Gefragt - Gejagt" übernimmt. 90 neue Folgen sind davon geplant.

Frank Beckmann, ARD-Koordinator Vorabendprogramm, gibt sich angesichts des vergangenen Jahres hochzufrieden: "Wir freuen uns über die wachsende Fangemeinde im Vorabend des Ersten: In der Spitze konnten wir 2018 mehr als 4,5 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer erreichen, in der ARD Quiz App sind mittlerweile rund 1,2 Millionen Nutzerinnen und Nutzer registriert. Mein Dank und meine Glückwünsche an alle Beteiligten für das zurückliegende Rekordjahr - so darf es weitergehen!"

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