Die ARD muss ihren geplanten Spielfilm über das Leben von Entertainer Harald Juhnke offenbar verschieben, weil der zuständige RBB das Projekt nicht alleine finanziell stemmen kann. Wie die "Bild am Sonntag" berichtet, befinde sich der Sender auf der Suche nach einem Partner aus der ARD-Familie, der sich an den Kosten beteilige. Aus diesem Grund habe man die für Frühjahr geplanten Dreharbeiten auf unbestimmte Zeit verschoben.

Offenbar machen die aufwendige Ausstattung und die Herstellung der Kulissen das Projekt teurer als gedacht. Ein RBB-Sprecher äußerte sich gegenüber "BamS" jedoch zurückhaltend. "Das Projekt steht noch am Anfang, da gehört es dazu, dass über viele Dinge gemutmaßt wird", heißt es aus Berlin. Ursprünglich war geplant, den Film in diesem Jahr zu zeigen. Der 2005 verstorbene Entertainer hätte im Juni seinen 90. Geburtstag gefeiert.

Offiziell ist die Verschiebung bislang nicht. Im "Tagesspiegel" machte der RBB vielmehr deutlich, dass man sich nicht an Spekulationen beteilige. "Wir planen hier keinen 'Tatort', sondern einen aufwändigen, historischen Film und sind in diesem Vorhaben nach unserer Auffassung gut unterwegs." Ein Gremienmitglied will die Hoffnung zudem nicht aufgeben: "Noch ist der Film ein zartes Pflänzchen, aber wir werden doch nicht den größten Entertainer Berlins nach Frank Sinatra im Stich lassen."

Hinter dem Film-Projekt steht Produzent Oliver Berben, der die entsprechenden Film-Rechte von Juhnkes Ehefrau Susanne und seinem langjährigen Manager Peter Wolf erworben hat (DWDL.de berichtete). "Ein großes Glück und eine einmalige Gelegenheit! niemand hat bis heute wieder so viele Qualitäten wie Entertainment, Musik, Schauspielerei und Volksliebling in einer Person vereint", freute sich der Geschäftsführer der Constantin Film schon vor über einem Jahr.

Immerhin: Einen Juhnke-Darsteller scheint man schon mal gefunden zu haben - laut "Bild am Sonntag" fiel die Wahl auf Schauspieler Matthias Matschke. Nun muss der RBB nur noch die Finanzierung sichern.