Gerichtsreport Deutschland © TVNow
Urteil nach einer Woche gefallen

RTL kippt "Gerichtsreport Deutschland" aus dem Programm

 

Nach nur einer Woche im Nachmittagsprogramm bei RTL muss "Gerichtsreport Deutschland" seinen Sendeplatz bald schon wieder frei machen. Die Quoten des Formats blieben in den vergangenen Tagen im tief einstelligen Bereich hängen.

von Timo Niemeier
21.06.2019 - 13:52 Uhr

RTL ist weiter auf der Suche nach geeigneten Formaten für den Nachmittag, bis auf "Die Superhändler" hat man bislang noch keine erfolgreichen Sendungen gefunden. Nun ist mit "Gerichtsreport Deutschland" das nächste Format gescheitert. Die Sendung startete erst am Montag und sollte eigentlich vier Wochen lang auf dem Sendeplatz um 15 Uhr zu sehen sein. Nun nimmt RTL das Format aber schon ab der kommenden Woche aufgrund von anhaltender Erfolglosigkeit aus dem Programm.

Am heutigen Freitag ist "Gerichtsreport Deutschland" also bereits zum letzten Mal zu sehen. Statt der gescripteten Gerichtsverhandlungen setzt RTL künftig auf eine zweite Ausgabe der "Superhändler". Das hat der Sender in der Vergangenheit schon einmal ausprobiert, konnte aber auch damit nicht so recht überzeugen.

"Gerichtsreport Deutschland" erreichte in den zurückliegenden Tagen nur ein kleines Publikum. Im Schnitt waren bei den bislang vier gezeigten Folgen weniger als eine halbe Million Zuschauer mit dabei, der Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe lag bei weniger als sieben Prozent. Viel zu wenig für RTL, vor allem wenn man bedenkt, dass "Die Superhändler" zuvor immer deutlich besser performten. Aber auch die Trödelsendung lag beispielsweise am Mittwoch und Donnerstag bei einstelligen Werten.

Marktanteils-Trend: Gerichtsreport Deutschland
Gerichtsreport Deutschland

In "Gerichtsreport Deutschland", produziert von Filmpool Entertainment, wollte RTL an die früher sehr erfolgreichen Gerichtsshows anknüpfen. Dabei setzte man aber auf deutlich mehr Fälle pro Ausgabe als in der Vergangenheit. Der Sender betonte: Anwälte und Richter seien echt und die Fälle würden auf wahren Begebenheiten basieren. Dass die Geschichten dennoch wie gescriptet rüber kamen, dürfte nicht geholfen haben.

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