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Seriensender in der Insolvenz

SD-Signal abgestellt: eoTV sendet nur noch in HD

 

Seit einigen Monaten ringen die Macher des Seriensenders eoTV um die Zukunft des Kanals. Nun gab es Medienberichte, wonach man den Sendebetrieb einstellen würde. Das stimmt allerdings nicht, nur das SD-Signal wurde abgestellt. In HD sendet man aktuell noch weiter.

von Timo Niemeier
11.07.2019 - 19:06 Uhr

In den vergangenen Tagen ist der kleine Seriensender eoTV plötzlich aus einigen Kabelnetzen geflogen, auch bei Zattoo war man am heutigen Donnerstag zeitweise nicht mehr verfügbar. Und auch via Satellit blieb das Bild auf dem Programmplatz von eoTV zuletzt schwarz. Einige Medien berichteten daraufhin, dass der Sender, der sich in der Insolvenz befindet, nun endgültig seinen Sendebetrieb einstellen würde. 

Nach DWDL.de-Informationen stimmt das aber nicht - zumindest noch nicht. Wie aus dem Senderumfeld zu hören ist, handelt es sich bei der Abschaltung nur um das SD-Signal. Grund dafür sei der Rückzug eines Interessenten gewesen, der sich in den vergangenen Monaten sehr um den Kanal bemüht hatte, sich mit den verschiedenen Parteien aber letztlich doch nicht einig wurde. Die Absage hat nun dazu geführt, dass die eo Televison GmbH das SD-Signal kurzfristig beenden musste. 

Nicht von der Abschaltung betroffen ist dagegen das HD-Signal von eoTV. Auf Magenta TV, Zattoo, Waipu.TV, Swisscom oder auch in kleineren Kabelnetzen sollte eoTV so weiterhin zu sehen sein. Dass auch die Ausspielung via Zattoo zuletzt nicht stabil funktionierte, erklärt man im Sender mit temporären Auswirkungen der SD-Abschaltung. Spätestens am Freitagmorgen soll der Sender in HD wieder über die bekannten Wege zu sehen sein. Damit kommt eoTV derzeit auf eine technische Reichweite von etwa zehn Millionen Haushalte. Der Wegfall in den Kabelnetzen von Unitymedia und Vodafone, und auch die Abschaltung via Satellit, schmerzt natürlich trotzdem. 

Wie genau es mit dem Sender langfristig weitergeht, steht unterdessen noch nicht fest. Wie DWDL.de aus dem Senderumfeld hört, gibt es durchaus noch weitere Interessenten. Langsam aber wird die Zeit knapp. Geschäftsführer Jürgen Hörner musste bereits Anfang des Jahres Insolvenzantrag stellen, Anfang Mai wurde schließlich das Insolvenzverfahren eröffnet (DWDL.de berichtete). Mit Henrik Brandenburg von der Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen wurde zudem ein Insolvenzverwalter bestellt - ohne ihn geht beim Sender nichts mehr. In spätestens zwei Monaten ist wohl klar, ob eoTV noch eine Chance hat, oder ob die Lichter endgültig ausgehen. 

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