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Stefan Wolf ist schon weg

Beitragsservice auf der Suche nach neuem Geschäftsführer

 

Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio hat keinen hauptamtlichen Geschäftsführer mehr, Stefan Wolf hat das Unternehmen bereits Ende August verlassen. Derzeit läuft die Suche nach einem Nachfolger.

von Timo Niemeier
19.09.2019 - 16:15 Uhr

Stefan Wolf, bislang Geschäftsführer des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio, hat das Unternehmen Ende August verlassen. Das hat die Pressestelle des Beitragsservice gegenüber der "Medienkorrespondenz" bestätigt. Wolf habe "den Verwaltungsrat des Beitragsservice aus persönlichen Gründen um eine vorzeitige Beendigung seines Dienstvertrags gebeten". Diesem Wunsch wurde entsprochen, Wolf arbeitet inzwischen als Geschäftsführer des IT-Dienstleisters der Stadt Leverkusen.

Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio wird laut "Medienkorrespondenz" nun erst einmal übergangsweise Claudia Seifert geleitet. Sie fungierte bislang schon als stellvertretende Geschäftsführerin und leitet außerdem den Bereich Operations. Nun läuft die Suche nach einem geeigneten Nachfolger Wolfs, dazu wurde eine Findungskommission gebildet. Wolfs ursprünglicher Vertrag wäre eigentlich noch bis Herbst 2021 gelaufen. 

Kurios: Bereits seit März dieses Jahres war bekannt, dass Stefan Wolf demnächst zum IT-Dienstleister wechselt. Damals wurde das offiziell vom Leverkusener Stadtrat beschlossen. Warum der Beitragsservice nicht frühzeitig mit der Suche nach einem Nachfolger begonnen hat, ist unklar. 

Aufgabe des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio ist der Einzug der Rundfunkgebühren, die seit 2013 geräteunabhängig erhoben werden. Vor dieser Zeit war der Beitragsservice auch als Gebühreneinzugszentrale (GEZ) bekannt. 2018 betrugen die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag ziemlich genau acht Milliarden Euro. Nachdem die Einnahmen in den Jahren davor eher rückläufig waren, war das der erste Anstieg seit 2014 (DWDL.de berichtete). Von diesen etwas mehr als acht Milliarden Euro gingen 7,858 Milliarden an ARD, ZDF und Deutschlandradio. Die restlichen 151 Millionen Euro erhielten die Landesmedienanstalten.

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