Günther Jauch © MG RTL D / Stefan Gregorowius
Zwei neue Joker in der Corona-Zeit

Ohne Publikum kein Publikumsjoker: RTL baut "WWM" um

 

Auch "Wer wird Millionär?" bekommt das Coronavirus zu spüren. Weil ab April kein Studio-Publikum bei den Aufzeichnungen dabei sein wird, entfällt auch der Publikumsjoker. Stattdessen gibt es vorübergehend zwei alternative Hilfen für die Kandidaten.

von Alexander Krei
23.03.2020 - 14:02 Uhr

Bis einschließlich der kommenden Woche wird RTL noch "Wer wird Millionär?"-Ausgabe zeigen, die vor den bundesweiten Maßnahmen gegen das Coronavirus aufgezeichnet worden sind. Mit entsprechenden Bauchbinden will der Sender darauf hinweisen. Doch für die Zeit danach steht auch das beliebte Quiz mit Günther Jauch vor der Veränderungen - und das betrifft sogar das Regelwerk, schließlich sind Publikums- und Zusatzjoker ohne Studio-Publikum nicht mehr möglich.

Während 50:50- und Telefonjoker wie gehabt zur Verfügung stehen, haben die Kandidaten bis auf Weiteres anstelle des Publikumsjokers die Möglichkeit, den "Begleitpersonenjoker" zu ziehen, also denjenigen zu befragen, der mit dem Kandidaten angereist ist. Wer sich für die Risikovariante entscheidet, kann zudem auf den "Millionärsjoker" zugreifen. Dieser sieht vor, drei ehemalige "WWM"-Millionäre im Publikum zu befragen. Bei Bedarf steht derjenige auf, der die Frage beantworten kann.

RTL verzichtet mit den vorübergehenden Neuerungen übrigens auf die Möglichkeit, einen inzwischen in der britischen Version bewährten Joker einzuführen: Dort können ratlose Kandidaten den Moderator um Hilfe bitten, was in der Vergangenheit zu durchaus amüsanten Situationen führte. Der "Ask the Host"-Joker war im Zuge der Neuauflage von "Who wants to be a Millionaire" mit Moderator Jeremy Clarkson erfunden worden.

In der deutschen Version wird es indes ab April noch weitere Veränderungen geben. So wird nach Angaben des Senders auch die Zahl der Kandidaten in der Auswahlrunde von acht auf sechs reduziert. Zudem werde man sich weitestgehend auf Kandidaten beschränken, die am Aufzeichnungstag ins Studio und wieder nach Hause fahren können. Vor, während und nach der Aufzeichnung sollen Kandidaten und Team zudem bestmöglich voneinander getrennt werden. Das Produktionsteam werde außerdem "auf ein absolut notwendiges Minimum reduziert", heißt es.

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