Free ESC © Screenshot ProSieben
"Er ist für Überraschungen gut"

"Free ESC" bei ProSieben: Über allem schwebt Stefan Raab

 

Am Samstag veranstaltet ProSieben den "Free ESC", nun hat man bei einer virtuellen Pressekonferenz erste Teilnehmer bekanntgegeben. Über allem schwebt aber Stefan Raab und die Frage: Tritt auch er an? Außerdem: Den "Free ESC" soll es auch 2021 geben.

von Timo Niemeier
14.05.2020 - 11:30 Uhr

Bei den Teilnehmern des "Free European Song Contest" ("Free ESC") hat sich ProSieben in den vergangenen Wochen nicht in die Karten schauen lassen. Jetzt hat man auf einer virtuellen Pressekonferenz die ersten Teilnehmer verkündet. Mit dabei sind demnach Vanessa Mai (Kroatien), Oonagh (Bulgarien), Eko Fresh und Umut Timur (Türkei), Josh (Österreich), Kelvin Jones (Großbritannien), Mike Singer (Kasachstan), Sion Hill (Irland) und Sarah Lombardi (Italien). Die "Bild" spekulierte zuletzt noch über eine Teilnahme von Nico Santos für Spanien. Das ist zwar nicht fix, aber auch bei Vanessa Mai bewiesen die Kollegen den richtigen Riecher. 

Stefan RaabNeben diesen Künstlern ging es am Donnerstag bei der "Free ESC"-Pressekonferenz aber vor allem um eine Person, die gar nicht vor Ort anwesend war: Stefan Raab. Der hatte bekanntlich die Idee zur Show und produziert sie auch. Bereits in einem am Mittwoch von ProSieben veröffentlichten Interview kokettierte Raab mit einer eigenen Teilnahme - natürlich für Deutschland. Auch bei der Pressekonferenz gab es keine Klarheit darüber, ob Raab tatsächlich noch einmal vor die TV-Kameras tritt. 

Dafür hat man beim Sender offenbar große Freude daran, die Spekulationen rund um ein mögliches TV-Comeback von Raab weiter anzuheizen - ähnlich wie bei "The Masked Singer" vor weniger Wochen. Steven Gätjen und Conchita Wurst, die am Samstag durch die Show führen werden und bei der Pressekonferenz via Videochat zugeschaltet wurden, lobten Raab ebenso über den grünen Klee wie ProSieben-Chef Daniel Rosemann. "Wir kennen Stefan, er ist für Überraschungen gut", sagte Gätjen schließlich, als man auf den deutschen Teilnehmer zu sprechen kam.

Fast schon beiläufig wurde am Donnerstag auch bekanntgegeben, dass der "Free ESC" keine einmalige Veranstaltung bleiben soll. Daniel Rosemann erklärte, man habe immer davon gesprochen, einen neuen europäischen Musik-Wettbewerb zu "gründen". Rosemann: "Man gründet nichts für ein Mal, man gründet für immer." Wann der "Free ESC" im kommenden Jahr stattfinden wird, steht allerdings noch nicht fest. Darüber wolle er sich erst nach der Premiere Gedanken machen.

"Wir kennen Stefan, er ist für Überraschungen gut."
Steven Gätjen 

Die Frage, wann ProSieben die Show künftig veranstaltet, dürfte durchaus interessant sein. Schon in diesem Jahr tritt der "Free ESC" schließlich gegen den ESC-Abend im Ersten an. Dort läuft zuerst "Eurovision Song Contest 2020 – das deutsche Finale live aus der Elbphilharmonie" mit Barbara Schöneberger, danach überträgt man den offiziellen ESC-Ersatz der EBU: die Show "Europe Shine a Light". Kaum vorstellbar allerdings, dass in den kommenden Jahren "Free ESC" und der klassische "ESC" in Deutschland gegeneinander antreten. 

Kein Publikum, mehr Platz für die Bühne

Wichtig war es Rosemann am Donnerstag aber noch einmal zu betonen, dass das Programm des Ersten am Samstag noch nicht bekannt war, als man Ende März den "Free ESC" ankündigte. Verschieben wollte man die Show dann aber auch nicht mehr. Eins war dem Sender aber von Beginn an wichtig: "Wir wollten keine Facetime-Skype-Schalten machen", so Rosemann. Ziel sei von Anfang an eine große Bühnenshow gewesen. Die sieht Corona-bedingt natürlich etwas anders aus als gewohnt - das will man aber ausdrücklich nicht als Nachteil verstanden wissen. Während die Künstler wegen des fehlenden Publikums ohne Applaus nach ihren Auftritten leben müssen, habe man im Bereich des Bühnenbaus neue Möglichkeiten gehabt. Durch das fehlende Publikum gibt es mehr Platz im Studio für die Bühne, das wird wohl auch am Samstag sehr sichtbar werden. Ob auf dieser Bühne dann auch Stefan Raab stehen wird, bleibt abzuwarten. ProSieben wird vermutlich bis zum letzten Moment kokettieren. 

Über den Autor

Timo Niemeier schreibt mit kleiner Unterbrechung seit 2014 für DWDL.de, er lebt in Wien und ist damit der Alpen-Beauftragte. Mag seichte Unterhaltung ebenso wie anspruchsvolle High-End-Serien, kann sich aber auch in Geschäftsberichten verlieren.

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