Prime Video © imago images / photothek
Kurzfristiger Deal mit der DFL

Amazon zeigt kurzfristig das Montagsspiel der Bundesliga

 

Bundesliga-Premiere für Amazon: Überraschend hat sich neben DAZN auch Prime Video die Live-Rechte am Montagsspiel gesichert. Möglich wurde das durch den Rechte-Streit zwischen Discovery und DFL. Für den Rest der Saison bleiben aber noch Fragen offen.

von Alexander Krei
18.05.2020 - 16:08 Uhr

Der Streit zwischen der Deutschen Fußball-Liga (DFL) und Discovery treibt kuriose Blüten. Nachdem erst am Sonntag feststand, dass DAZN das Montagsspiel der Bundesliga zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen übertragen darf, mischt jetzt überraschend noch ein weiterer hochkarätiger Player mit: Amazon. Nach Informationen des Medienmagazins DWDL.de wird die Begegnung am Abend auch bei Prime Video zu sehen sein - mit eigenem Kommentator.

Auf DWDL.de-Nachfrage bestätigte ein Amazon-Sprecher den Deal mit der DFL, der sehr kurzfristig zustande gekommen ist und es Prime-Mitgliedern in Deutschland und Österreich nun erstmals ermöglicht, die Bundesliga ohne zusätzliche Kosten im Rahmen ihrer Prime-Mitgliedschaft zu sehen. Kommentiert wird das Spiel, das um 20.30 Uhr beginnt, von Matthias Stach. Die Vorberichterstattung beginnt um 20 Uhr.

"Millionen von Fußballfans haben heute die Möglichkeit das Montagsspiel der Fußball-Bundesliga erstmals im Rahmen ihrer Prime-Mitgliedschaft ohne zusätzliche Kosten zu sehen", sagte Alex Green, Geschäftsführer Sport bei Prime Video. "Wir freuen uns mit der DFL für diese kundenorientierte Regelung im Sinne der Sport-Fans in Deutschland und Österreich zusammenzuarbeiten."

Vertrags-Streit zwischen Discovery und DFL

Normalerweise hätte DAZN das Spiel im Rahmen einer Sublizenz mit Discovery exklusiv zeigen können - so wie auch sämtliche Freitagsspiele und die Relegation. Doch nachdem Discovery die letzte Rate wegen der Corona-bedingten Saison-Unterbrechung nicht an die DFL überweisen wollte, war lange unklar, ob das Montagsspiel überhaupt irgendwo zu sehen sein wird. "Wir haben derzeit eine andere Auffassung über die Interpretation der Verträge als Eurosport/Discovery", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert dazu vor wenigen Tagen.

Einigkeit herrscht in dem Streit noch immer nicht, sodass die nun getroffene Vereinbarung mit Amazon und DAZN vorerst nur für dieses eine Spiel gilt. Das Discovery-Konstrukt hatte aber auch schon vor der Bundesliga-Pause kuriose Blüten getrieben, schließlich waren die Spiele des bisherigen Discovery-Pakets durch einen Umweg zuletzt schon bei Prime Video zu sehen - über den Sender Eurosport 2 Xtra, der seit Beginn der Saison schlicht die DAZN-Übertragungen übernommen hatte. Doch das ist nach der Kündigung durch Discovery erst einmal nicht mehr möglich.

Durch die neue Situation kann Amazon nun schon mal kurzerhand eine Fußball-Übertragung üben, immerhin hatte das Unternehmen jüngst bereits die Rechte an der Champions League ab der Saison 2021/22 erworben und damit den Konkurrenten Sky ausgestochen. Mit Blick auf die in wenigen Wochen startende Bundesliga-Ausschreibung dürfte sich Amazon ebenfalls Chancen ausrechnen.

Über den Autor

Alexander Krei ist seit 2009 Redakteur beim Medienmagazin DWDL.de. Liebt die große Fernsehshow ebenso wie das kleine Kammerspiel. Analysiert neue Formate und die Quoten am Morgen danach. Ist Sesselsportler, von Bundesliga bis Darts-WM.

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