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"Veränderte Rahmenbedingungen"

ARD bestätigt Festhalten an SD-Verbreitung via Satellit

 

Die ARD wird ihre Sender auch über das Jahr 2020 hinaus in SD-Qualität per Satellit verbreiten. Das wurde nun offiziell bestätigt. Die Rede ist von veränderten Rahmenbedingungen durch Corona. Ursprünglich wollte die ARD ab 2021 komplett auf HD setzen.

von Alexander Krei
14.07.2020 - 10:34 Uhr

Eigentlich sollte in einem halben Jahr Schluss sein mit der SD-Verbreitung der ARD-Gemeinschaftsprogramme über Satellit. Doch diese Pläne werden nun erst einmal zu den Akten gelegt. Am Dienstag bestätigte die ARD offiziell, auch in über das Jahr 2020 in SD-Qualität senden zu wollen. Auf einen entsprechenden Beschluss haben sich die Intendantinnen und Intendanten verständigt.

Als Grund für die Verschiebung der Abschaltung wird die Corona-Krise genannt. Die ARD reagiere mit dem Schritt "auf die veränderten Rahmenbedingungen während der Corona-Pandemie", heißt es in einem Statement. "Menschen, die noch nicht über HD-fähige Fernseher oder Receiver verfügen, hätten sich gegebenenfalls entsprechende Geräte anschaffen müssen, um das HD-Signal empfangen und wiedergeben zu können."

Das Erste, Tagesschau 24, One, ARD-alpha und die Dritten Programme werden damit auch weiterhin in SD via Satellit verfügbar sein. Das ZDF hatte bereits vor einigen Monaten angekündigt, vorerst an der SD-Verbreitung festhalten zu wollen. "Digitalfernsehen" hatte bereits am Montag über entsprechende Pläne der Öffentlich-Rechtlichen berichtet. Darin war die Rede von einer Verlängerung der SD-Verbreitung bis 2024 - und von attraktiven Konditionen, die SES Astra den Sendern eingeräumt haben soll (DWDL.de berichtete).

Entsprechend zufrieden äußerte sich Christoph Mühleib, Geschäftsführer Astra Deutschland: "Die aktuelle Krise zeigt doch sehr deutlich, wie wichtig es ist, flächendeckend alle Zuschauer erreichen zu können. Es ist daher erfreulich, dass die ARD beschlossen hat, an einer SD-Übertragung festzuhalten." Klar ist aber auch: Um sich die SD-Verbreitung leisten zu können, wird die ARD an anderer Stelle sparen müssen.

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