Hans-Joachim Strauch © ZDF Werbefernsehen/Steffen Henkel
"Planbarkeit und Verlässlichkeit hohes Gut"

ZDF Werbefernsehen verspricht stabile Preise in 2021

 

Das ZDF Werbefernsehen hat seine Preislisten für 2021 veröffentlicht. So werden die Preise nicht angehoben, was angesichts des schwachen Werbemarkts keine Überraschung ist. Zur Fußball-EM erwartet man sich mehr Zuschauer vor den TV-Geräten.

von Timo Niemeier
31.07.2020 - 10:00 Uhr

Seit 1963 veröffentlicht das ZDF Werbefernsehen jährlich zum 1. August seine Preislisten für das nächste Jahr - da macht auch 2020 trotz Corona keine Ausnahme. Und die Werbetochter des ZDF hat sich dazu entschieden, die Preise im kommenden Jahr nicht anzuheben. "Gerade in diesen unruhigen Zeiten ist Planbarkeit und Verlässlichkeit ein hohes Gut. Wie von uns gewohnt handeln wir partnerschaftlich, verlässlich und transparent", sagt Hans-Joachim Strauch, Geschäftsführer der ZDF Werbefernsehen GmbH.

Vor einem Jahr hatte das ZDF Werbefernsehen für 2020 in einigen Bereichen noch etwas höhere Preise angekündigt. Dass man sich in diesem Jahr für einen anderen Weg entscheidet, überrascht aber kaum. Das Coronavirus hat die Werbebranche fest im Griff, so gut wie alle Vermarkter leiden unter einem Einbruch der Buchungen. Nielsen weist für die Monate Januar bis Juni ein Minus bei den Brutto-Werbespendings im Bereich TV in Höhe von 8,2 Prozent auf. Die Netto-Verluste dürften noch größer sein. Steigende Preise für 2021 wären da kaum vermittelbar gewesen. 

Das ZDF Werbefernsehen unterstreicht noch einmal den Wert des öffentlich-rechtlichen Rundfunks während der Krise, so verweist man auf das hohe Vertrauen, das es in der Bevölkerung gegenüber der Berichterstattung gibt. Und auch den Vergleich mit der Konkurrenz scheut man nicht. "Was die Leistungsstärke der entsprechenden Werbeumfelder angeht, liegt das ZDF ganz klar vor der ARD", lässt das ZDF Werbefernsehen in einer Pressemitteilung wissen. 


Geprägt wird das ZDF-Programm im kommenden Jahr auch durch die Fußball-EM sowie die Olympischen Sommerspiele - sofern sie auch tatsächlich stattfinden. "Wir können stark ansteigende Leistungswerte bei der TV-Nutzung zu Hause erwarten. Das hat die Corona-Pandemie schon gezeigt", sagt Strauch. Aller Voraussicht werde es kaum Public-Viewing-Angebote geben. "Und ob in den Stadien Zuschauer vor Ort sein können, ist ebenfalls mehr als fraglich." Sind im Sommer 2021 Abstandsregelungen noch in Kraft, könnten ARD und ZDF wohl tatsächlich mit höheren Reichweiten als sonst rechnen. 

Teilen

Kommentarbereich anzeigen
Montags: Aktuelles aus dem Milliardengeschäft Sport - präsentiert von Eurosport zum Sports-Update Dienstags: Neuigkeiten aus der Fernseh- und Medienlandschaft Österreichs zum Austria-Update Mittwochs: Very british: Die News der Woche aus dem Vereinigten Königreich zum UK-Update Donnerstags: Aktuelles rund um Audio - präsentiert von der WDR Mediagroup. zum Audio-Update Freitags: Die wichtigsten Medien-Nachrichten aus den Vereinigten Staaten zum US-Update Samstags: Ulrike Klode schreibt, was sie in ihrer Serienwoche bewegt hat zu Meine Woche in Serie Sonntags: Fernsehkritiker Hans Hoff über Aufreger und Programmperlen zum Hoff zum Sonntag
Mit den Newslettern der DWDL.de-Redaktion sind Sie werktäglich bestens informiert. Für die Rundum-Versorgung abonnieren Sie einfach alle Angebote oder wählen den für Sie passenden Newsletter...
Name:
E-Mail:
Frage: 6 - 2 =

Ich möchte die folgenden Newsletter erhalten:
Sie können sich jederzeit wieder abmelden. Beachten Sie unsere Datenschutzerklärung.