RTL-Group gewinnt mit Superstars
Der TV-Konzern RTL-Group hat im vergangenen Jahr den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITA) um satte 53,6 Prozent auf 424 Mio. Euro gesteigert (EBITA 2001: 276 Mio. Euro). Diesen Gewinnanstieg sei vor allem auf den internationalen Erfolg der Castingshow "Pop Idol" zurückzuführen, die hier zu Lande unter dem Titel "Deutschland sucht den Superstar" bekannt ist. Die Show habe nicht nur den deutschen TV-Sendern der RTL-Group einen Geldsegen beschert, sondern auch die Gewinne der Produktionstochter um mehr als die Hälfte gesteigert. Aufgrund von Abschreibungen schließt die Bertelsmann-Tochter das Jahr 2002 aber dennoch in den roten Zahlen ab.Abschreibungen in der Höhe von insgesamt 119 Mio. Euro drücken das Gesamtergebnis des TV-Konzerns 56 Mio. Euro ins Minus. Der Umsatz stieg trotz schlechtem Werbejahr um 7,6 Prozent auf 4,362 Mrd. Euro. Mit Prognosen für 2003 ist die RTL-Group zaghaft. Es werde jedenfalls auch in diesem Jahr mit einer schwierigen Marktsituation gerechnet.
Die Produktionstochter Fremantle, die unter anderem die "Pop Idol"-Shows in Deutschland und anderswo produziert, konnte ihr EBITA 2002 um mehr als 50 Prozent auf 92 Mio. Euro steigern (EBITA 2001: 60 Mio. Euro). Das Fernsehgeschäft verlief für die RTL-Group im vergangenen Jahr trotz Werbeflaute nicht schlecht. In Deutschland konnte zwar nur Vox die Werbeumsätze steigern, dennoch zeigte sich der Konzern mit der Performance von RTL zufrieden. RTL sei im vergangenen Jahr zum zehnten Mal in Folge deutscher Marktführer gewesen. Laut eigenen Angaben kam der Sender auf eine Seherquote von 14,6 Prozent, in der werberelevanten Gruppe der 14- bis 49-Jährigen lag der Anteil bei 17,6 Prozent. Auch in Großbritannien sei die Neupositionierung von Channel 5 als Five ein Erfolg gewesen. Der Umsatz des britischen Senders sei um mehr als 20 Prozent gewachsen.
von 


