Noch einmal an seinen Plänen geschraubt hat das ZDF beim Sendetermin des Dokudramas "Ich bin Margot Friedländer". Die Produktion wurde als "besonderer Programmakzent" zum 85. Jahrestag der Novemberpogrome am 9. November hergestellt. Im TV läuft "Ich bin Margot Friedländer" nun aber nicht am Donnerstag, 9. November, sondern zwei Tage vorher, also am 7. und somit dienstags zur besten Sendezeit.
Das Dokudrama erzählt die Geschichte der 1921 geborenen Margot Friedländer. Sie arbeitete nach Beendigung der Schulzeit als Lehrmädchen in einer Schneiderei, spielt Theater beim Jüdischen Kulturbund und näht Kostüme für die Bühne. Die Bemühungen ihrer Familie, der Verfolgung im NS-Regime durch Migration ins Ausland zu entgehen, schlagen fehl. Nach der Trennung ihrer Eltern 1937 lebt Margot mit ihrer Mutter und ihrem jüngeren Bruder Ralph zusammen. Ab 1941 muss sieZwangsarbeit leisten und ihre geliebte Arbeit beim Jüdischen Kulturbund aufgeben. Im Januar 1943 plant Margots Mutter die Flucht mit ihren Kindern zu Verwandten nach Oberschlesien. Doch kurz davor wird Ralph von der Gestapo verhaftet...
Das Dokudrama "versucht Erinnerungen an diese Zeit der deutschen Geschichte wach zu halten und gegen das Vergessen zu arbeiten", sagt Marc Lepetit, der Geschäftsführer der zuständigen UFA Documentary. Die Produktion verlange viel Verantwortung gegenüber der Zeitzeugin, ihrem Leben und vor allem ihrem Appell an die nachfolgenden Generationen, so der Fernsehmacher. "Ihre Lebensgeschichte für die Nachwelt zu erhalten und an die Zuschauerschaft weitergeben zu können, ist von größtem Wert, und ich möchte mich persönlich für jeden Moment bedanken, den wir mit ihr in der Vorbereitung und Durchführung dieses Projektes verbringen durften", sagt Lepetit.
Buch und Regie lagen in Händen von Hannah und/oder Raymond Ley. Im fiktionalen Teil ist Julia Anna Grob als junge und Ilona Schulz als alte Margot zu sehen. Hannah Ley, Cai Cohrs, Charly Hübner, Peter Lewys Preston, Annika Olbrich und weitere wirkten ebenfalls vor der Kamera mit. Martin L. Ludwig sowie Dirk Heuer arbeiteten für den 90-Minüter an der Kamera.
Friedländer sagte übrigens zum Produktionsstart: "Es ist für Euch. Was war, das war, wir können es nicht mehr ändern. Es darf nur nie wieder jemals geschehen. Für Euch! Für Eure Kinder, für Eure Nachkommen."
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