Foto: PhotocaseNicht nur für klassische Fernsehsender wird das Internet als Vertriebskanal für Inhalte zunehmend interessant. Auch die werbetreibende Industrie bündelt Stück für Stück ihre Energien im Netz. Die amerikanische Brauerei Anheuser-Busch will künftig ihre Produkte in einem eigenen Web-TV-Kanal bewerben, auf dem es untert dem Label "bud.tv" Unterhaltungssendungen, Reality Shows, Cartoons und Talk-Sendungen zu sehen geben soll.

Mehr als 30 Millionen Dollar soll der Sender im ersten Jahr kosten. Die einzelnen Produkte sollen allergings nicht offensiv beworben, sondern eher subtil in das Programm eingebunden werden. Medienberichten zu Folge geht es dem Hersteller eher darum, durch das Programm eine Markenbindung durch das atmosphärische Umfeld zu erreichen.
 


Bereits zu Beginn des Fernsehzeitalters war es üblich, dass Unternehmen komplette Sendestrecken bei Sendern besetzten, so dass diese Entwicklung keine allzu große Neuerung darstellt. Doch die weltweite Verbreitungsmöglichkeit durch das Internet ermöglicht den Unternehmen höhere Reichweiten. Auch die Einbindung potentieller Kunden über das Erstellen von User generated Content ist geeignet, die Markenbindung weiter zu erhöhen. Indes gibt es in den USA erste Proteste gegen das Vorhaben der Brauerei, da sich das geplante Programm des Bier-Senders in erster Linie an junge Leute richten würde.