Der Bayerische Rundfunk hat nun seit Wochen andauernde Bemühungen, ARD-Mitarbeiter aus dem Gaza-Streifen zu holen, öffentlich gemacht. Das müsse sein, weil es um das Leben langjähriger Mitarbeiter gehe, erklärte BR-Chefredakteur Christian Nitsche. Die Rede ist von Mohammad Abu Saif und Ahmed Younes. Abu Saif sei bereits einmal bei einem Luftangriff verletzt worden, wenn auch nur leicht. In einem Text auf der "Tagesschau"-Homepage ist die Rede davon, dass der Mitarbeiter einerseits Angst habe, von israelischen Streitkräften getötet zu werden und andererseits davor, ins Visier der Hamas zu geraten, mit der er immer wieder Probleme gehabt haben soll.

Schließlich arbeite er schon über zwei Jahre lang für die ARD, ein deutsches Medium - und Deutschland hat sich in diesem Krieg klar an der Seite Israels positioniert. Jetzt versuchen sowohl Bundesregierung als auch ARD, ihre Mitarbeiter aus Gaza herauszuholen. Dabei waren sie bislang nicht erfolgreich.

Nitsche: "Die Bundesregierung hat Sicherheitsprüfungen vorgenommen, die Aufnahme dieser Mitarbeiter zugesagt. Aber von israelischer Seite wird Ausreise aus dem Gazastreifen aus Sicherheitsgründen bislang blockiert. Das ist unverständlich, weil ja der israelische Boden gar nicht mehr betreten würde." Diese Mitarbeiter seien kein Sicherheitsrisiko, so der BR-Chefredakteur.

Aus Gaza ausgereist seien bereits um die 700 deutsche Staatsbürgerinnen und -bürger und zudem auch etwa 100 lokal beschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Entsprechend sei es auch für den BR unklar, warum eine Ausreise in diesen beiden Fällen noch nicht geklappt hat.