© Antenne Bayern
Audio-Update vom 21. Mai

Tenz-Nachfolger bei Ant. Bayern, Erfolg für Energy Hamburg

 

Antenne Bayern hat einen neuen Programmdirektor gefunden: Man holt Daniel Lutz von Hitradio RT1 aus Augsburg. Und Energy Hamburg darf nach einer Entscheidung seine UKW-Frequenz vorerst doch behalten.

von Uwe Mantel, Kevin Hennings
21.05.2020 - 12:00 Uhr

Daniel Lutz© Antenne Bayern
Antenne Bayern hat einen Nachfolger von Ina Tenz gefunden, die den Sender wegen "unterschiedlicher Auffassungen in der künftigen strategischen Programmausrichtung" im vergangenen Jahr verlassen hatte. Neuer Programmdirektor wird zum 1. Januar 2021 nun Daniel Lutz. Lutz ist derzeit noch Programmgeschäftsführer von Hitradio RT1 in Augsburg. "Daniel ist ein 'Herzblut-Radiomacher', der sein Team mit großer Kompetenz, Leidenschaft und Kreativität führen wird", lobt ihn Kovac. "Er ist eine große Bereicherung für unser Team, und wir halten ihn sowohl fachlich als auch menschlich für die ideale Besetzung." Daniel Lutz selbst kündigt an, dass er "die Entwicklung der Reichweite über alle analogen und digitalen Verbreitungswege weiter ausbauen" wolle. Zunächst mal gilt es aber, die zuletzt massiv eingebrochenen UKW-Reichweiten wieder auf Kurs zu bringen.

Karsten Kröger© Hitradio RT1
Beim Hitradio RT1 folgt Karsten Kröger zum 1. August auf Daniel Lutz. Er kommt von RPR1 in Ludwigshafen, wo er seit 2013 als Programmdirektor und Chefredakteur tätig war. Vorherige Stationen waren bigFM und Antenne Niedersachsen. "Wir freuen uns sehr, dass wir mit Karsten Kröger einen starken Programmgestalter und ausgewiesenen Experten für die erfolgreiche regionale Ausrichtung von reichweitenstarken Sendergruppen gewinnen konnten. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Karsten Kröger die Stationen der RT1-Sendergruppe programmlich stärker zu verzahnen, die Programmqualität über das gesamte Sendegebiet weiter zu verbessern und so die führende Marktposition von Hitradio RT1 noch einmal deutlich auszubauen", erklärt Bernhard Hock, Geschäftsführer der rt1.media group.

Radio Energy© Radio Energy
Energy Hamburg hat im Eilverfahren einen ersten Erfolg gegen den Verlust der UKW-Frequenz ab dem 1. August erzielt. Die MA HSH hatte beim Auswahlverfahren im November Flux FM den Vorzug gegeben. Das Verwaltungsgericht Hamburg entschied nun im Eilverfahren, dass Energy Hamburg bis zu einer Entscheidung im Hauptsacheverfahren auf Sendung bleiben darf. Das Verwaltungsgericht stützt seine Entscheidung darauf, dass der Antrag von Flux FM auf die UKW-Frequenz nur von einem statt beiden Geschäftsführern unterschrieben worden war und daher nicht rechtswirksam sei und gar nicht hätte berücksichtigt werden dürfen. Die MA HSH hatte den Antrag nach Prüfung hingegen als berücksichtigungsfähig eingestuft, da sie keinen Zweifel an der wirksamen Antragsstellung hatte. Letztlich geht es hier also nun um Formfragen, nicht die eigentlich inhaltliche Auswahlentscheidung zugunsten von Flux FM. Die MA HSH hat angekündigt, Beschwerde gegen diese Entscheidung beim Oberverwaltungsgericht einzulegen. Energy-Geschäftsführer Olaf Hopp zeigt sich hingegen natürlich zufrieden über den Etappensieg: "Besonders für unsere Hamburger Belegschaft freut es mich sehr, dass das Verwaltungsgericht unserer Sicht der Dinge und Argumentation gefolgt ist und wir diesen wichtigen Etappensieg erzielt haben. Wir dürfen und werden nun zunächst bis zum Abschluss des Hauptsacheverfahrens weitersenden und die junge Hamburger Hörerschaft weiterhin über UKW mit unserem lokalen Programm versorgen."

LFK© LFK
Der Medienrat der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) hat einen Nachtragshaushalt beschlossen, der rund eine Million Euro als Unterstützung der Hörfunklandschaft in dem Bundesland vorsieht. Mittel daraus können in Kürze als Zuschuss zu den technischen Infrastrukturkosten beantragt werden, Details wolle man "zeitnah" in den Förderrichtlinien festlegen. "Natürlich bedeutet das auch Einschnitte an anderer Stelle und wir werden nicht alle für dieses Jahr geplanten Projekte umsetzen können. Aber in Krisenzeiten müssen auch wir neu denken und klare Prioritäten setzen", sagt LFK-Präsident Kreißig. Auch für nicht-kommerzielle Radioveranstalter soll es in Kürze Fördermöglichkeiten geben, hier insbesondere für digitale Kommunikationstechnik oder bauliche Schutzmaßnahmen. "Der Erhalt einer vielfältigen Rundfunklandschaft ist eine unserer Kernaufgaben – und zugleich eine Herzensangelegenheit angesichts der hervorragenden Informationsarbeit, die die Sender gerade auch in dieser Krisenzeit leisten", so Wolfgang Epp, Vorsitzender des Medienrates der LFK.

NDR Info© NDR
Der Podcast "Das Coronavirus Update" mit Christian Drosten hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem großen Erfolg gemausert. Nun starten NDR Info und das NDR Audio Lab "Think Radio", die hinter dem Format stehen, einen neuen Podcast. Dieser trägt den Titel "Synapsen" und wird sich mit Wissenschafts-Themen beschäftigen. In dem Podcast sprechen die NDR-Journalistinnen Maja Bahtijarevic und Lucie Kluth mit Fachjournalistinnen und -journalisten über große Themen der Wissenschaft und die Fragen, die dahinter stehen. Los geht's am Freitag, den 22. Mai. Dann werden dirket zwei Ausgaben veröffentlicht. "Synapsen" geht immer freitags mit neuen Folgen online. 

Podcast der Woche: Hundertachtzig Grad - Geschichten gegen den Hass

180 Grad

von Kevin Hennings

Hass gegen die Regierung, gegen die lange Einkaufsschlange im Rewe oder auf die grauen Wolken, die die geplante Jogging-Runde in Wasser fallen lassen. Egal wo, Hass gibt es immer ziemlich viel. Für den NDR und den Podcast "Hundertachtzig Grad – Geschichten gegen den Hass" muss es doch auch mal anders gehen, weshalb Bastian Berbner das Gute im Leben sucht. Das Gute in Situationen, die öffentlich meist ins schlechte Licht gerückt werden. So hat er für den siebenteiligen Podcast ein Rentner-Ehepaar getroffen, dass seine Vorurteile verliert, nachdem es eine Migrantenfamilie näher kennenlernt hat. Das klingt nach einer typischen Hollywoodstory, absolut. Nur, dass es sich hier um echte Begebenheiten handelt, um echte Menschen und echte Gefühle. Berbner erzählt außerdem von einem jungen Muslim, der dank eines Polizisten vor dem Extremismus bewahrt wird und von Neonazis und Punks, die sich auf einer Wanderung durch die Wüste näher kommen. Es sind Geschichten, die zeigen, dass jeder Hass unbegründet ist und Vorurteile bekämpft werden müssen. Denn Vorurteile werden genau in dem Moment entkräftet, wenn eine Person die andere kennenlernt und versteht, dass aus den Vorurteilen keine Nachteile werden. Berbner fordert: Raus aus der Komfortzone und den Horizont erweitern. Und wir alle sollten mitmachen.

"Hundertachtzig Grad - Geschichten gegen den Hass" kann unter anderem in der ARD Audiothek gestreamt werden, es gibt auch eine eigene Website. In der vergangenen Woche wurde der "Spiegel"-Podcast "Made in Germany" empfohlen

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