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Seriendialoge (45): Wie schreibt man lustig?

 

Was ist das überhaupt: Humor in Serien? Und wie bringt man Leute zum Lachen? Über die Dialoge, die Situationen oder doch die Figuren? Ein Gespräch mit "Das Institut"-Drehbuchautor Robert Löhr, in dem es auch um "Modern Family", "Extras" und das Problem der deutschen Comedy geht.

von Ulrike Klode
07.12.2018 - 16:42 Uhr

Es gibt Serien, bei denen man laut lacht. Es gibt Serien, bei denen man in sich hineinschmunzelt. Und dann gibt es Comedy-Serien, die man schnell wieder abschaltet, weil man sie überhaupt nicht witzig findet. Humor ist Geschmacksache und es ist nicht einfach, Leute mit einer Serie zum Lachen zu bringen. Ich habe mir jemanden eingeladen, der es geschafft hat, mich und viele andere Menschen Anfang des Jahres zum Lachen zu bringen: Robert Löhr. Er hat die Comedy-Serie "Das Institut - Oase des Scheiterns" geschrieben. 

Ein Gespräch übers Fremdschämen und Mitschämen, über lebensnahe Dialoge, die Probleme deutscher Comedy-Serien, darüber, wie sich Humor verändert hat und über Serien wie "Modern Family", "Eichwald, MdB", "Extras" und "Rick and Morty".

Klicken Sie auf folgenden Audioplayer, um die Folge zu hören. 

Unser Gast diesmal: Robert Löhr

Robert Löhr ist Schriftsteller und Drehbuchautor. Seine Drehbücher sind vor allem eins: lustig - egal ob für Filme oder Serien. Im Januar 2018 lief seine Serie "Das Institut - Oase des Scheiterns" im BR und im NDR, später auch auf anderen ARD-Sendern. Für "Das Institut" hat er 2018 den Bayerischen Fernsehpreis Drehbuch und den Comedypreis Innovation erhalten. Außerdem hat er für Funk die Webserie "World of Wolfram" geschrieben. Eine Liste seiner Romane, Theaterstücke, Filme und Serien findet sich bei Wikipedia.
Er twittert unter: @robertloehr

Seriendialoge: Robert Löhr
© Ulrike Klode
Es war gar nicht leicht, Robert Löhr für das Selfie zum Lachen zu bringen. Aber beim dritten Anlauf ist es mir gelungen.    

Weiterführende Informationen zum Gespräch:

- "Das Institut - Oase des Scheiterns" ist noch bis 5. Januar in der ARD-One-Mediathek zu sehen.
-  Das ausführliche Interview mit "Friends"- und "Grace and Frankie"-Macherin Marta Kaufmann fand 2015 im ohnehin empfehlenswerten Podcast "Nerdist Writers Panel" statt. Hier geht's zur Podcast-Folge, es gibt aber auch einen Video-Mitschnitt
- empfehlenswerter Outtakes-Clip von "Community" zur 3. Staffel
- ein Clip, in dem der Cast von "Parks and Recreation" über Improvisation beim Dreh spricht (ab Min 1:11)
- ein Beispiel-Clip für die französische Comedy "Frog-Show"
- die angesprochene "South Park"-Folge ist S15E02 "Funnybot". Man kann sie hier komplett im Netz anschauen. Einen Text über die Folge, in der sich über die Deutschen lustig gemacht wird, findet sich zum Beispiel bei "Spiegel Online"

Comedy-Serien, über die wir ausführlicher reden 
- "Modern Family"
- "Rick and Morty"
- "Extras"
- "Eichwald, MdB"
- "Stromberg"
- "The Ambassadors"
- "Magda macht das schon"
- "Familie Braun" - hier ist eine Korrektur nötig: "Familie Braun" lief in der Erstausstrahlung nicht - wie ich in der Folge sage - am Stück, sondern wöchentlich in Doppelfolgen im ZDF. Kurz danach erst wurde die Serie dann am Stück gesendet. Danke für den Hinweis an Manuel Meimberg!
- "Community" 

Über die Autorin

Ulrike Klode ist freie Journalistin in Hamburg - und weil sie serienverrückt ist, schreibt und redet sie am liebsten über nichts anderes. Zum Beispiel in ihrer wöchentlichen Kolumne "Meine Woche in Serie" und im Podcast "Seriendialoge".

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Über die Seriendialoge

Auch in der neuen Staffel der "Seriendialoge" geht's natürlich um Serien. Allerdings nicht um bestimmte, wie in den Staffeln davor, sondern um Serien an sich: Journalistin Ulrike Klode fragt, wie Serien aufs Publikum wirken und wie sie gemacht werden. Sie spricht einerseits mit einer Serienforscherin und andererseits mit ganz unterschiedlichen Menschen, die dazu beitragen, dass eine Serie entsteht. Die sechste Staffel, immer freitags.

Ulrike Klode bei Twitter: @FrauClodette