Darts WM Finale, Luke Littler © IMAGO / Action Plus
Es war für ProSiebenSat.1 in der vergangenen Woche ein Coup: Die Sendergruppe wird ab Ende 2027 die Darts-WM übertragen, hinzu kommen weitere Major-Turniere (DWDL.de berichtete). Vor allem die WM dürfte künftig aber im Winter für hohe Quoten auf den Sendern der Gruppe sorgen - selbst Sport1 katapultierte sich damit in der Vergangenhet zeitweise an die Spitze der Quotencharts. Unklar blieb zunächst aber, in welchem Umfang ProSiebenSat.1 die WM begleiten wird. Bislang wurde das Turnier parallel von DAZN und Sport1 übertragen, der Sportstreamer ist auch künftig mit dabei. Spekuliert wurde in der Vergangenheit darüber, dass DAZN künftig zwar Sublizenzen gewährt, sich aber mehr Exklusivität behält. Dazu kommt es jedoch nicht. Ein Sprecher von ProSiebenSat.1 erklärte auf DWDL.de-Nachfrage, der Umfang der Übertragungen im Free-TV würde "sicher nicht kleiner werden". Details stehen noch nicht fest. Unklar ist auch noch, auf welchem Sender bzw. auf welchen Sendern der Gruppe die Übertragungen laufen. Bis zum Dezember 2027 hat man in Unterföhring aber noch genügend Zeit, sich Gedanken darüber zu machen. 

The Last Flight © Bright Up
Unter dem Titel "The Last Flight" startet am 7. April die erste Entertainment-Darts-Liga Deutschlands. Alle Spieltage sowie das Finale werden dabei live und kostenlos auf Pluto TV übertragen, das auch als sogenannter "Founding Partner" fungiert. Austragungsort ist das Xperion am Berliner Alexanderplatz. "The Last Flight" soll, so die Hoffnung, "sportlichen Wettkampf mit Entertainment-Elementen" verbinden und den Dartsport "neuen Zielgruppen auf besonders zugängliche Weise näherbringen". Als Teilnehmer fungieren unter anderem Influencer, Content Creator und "bekannte Persönlichkeiten aus dem Entertainment-Bereich", heißt es. Die genauen Namen sollen zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert werden. Die Premierensaison umfasst acht reguläre Spieltage. Pro Spieltag treten jeweils acht Spieler im K.-o.-Format für ihre Teams an und sammeln Punkte für die Gesamtwertung. Die vier besten Teams qualifizieren sich für das Finale. Einmal pro Match können die sogenannten "Gamebreakers" eingesetzt werden. Dazu zählen unter anderem der "Sudden Bull", bei dem ein Treffer ins Bullseye das Leg sofort entscheidet, sowie "Freeze Line", bei dem Doppel und Triple für ein Leg nicht zählen.

Complete © RTL
Seit Beginn der Saison präsentiert RTL+ die Highlights der Bundesliga schon kurz nach Abpfiff. Teil des Konzepts ist dabei "Complete - Die Bundesliga-Show", an deren Aufmachung der Streamingdienst jetzt aber noch einmal erkennbar geschraubt hat. Anstelle des bislang in Backstein-Optik gehaltenen Studios setzt RTL+ nun auf ein virtuelles Studio, das deutlich nachrichtlicher daherkommt. Durch den Einsatz von Augmented Reality sollen "Grafiken oder auch die Darstellung von Spielern räumlich erlebbar" werden, heißt es. Gleichzeitig schaffe man "eine moderne Präsentation, die Information und Entertainment optimal verbindet". Moderiert wird das Format im Wechsel von Vivian Bahlmann, Jessica Matyschok und Marcel Weier

Daniel Weiss © IMAGO / opokupix
ARD-Eiskunstlauf-Kommentator Daniel Weiss hat sich für einen ungebrachten Spruch über die Georgierin Anastasia Gubanova entschuldigt. Seine Aussage sei "absolut unpassend" gewesen, sagte Weiss dem "RedaktionsNetwerk Deutschland". Es tue ihm leid. "Es ist schade, dass einige Zuschauerinnen und Zuschauer nicht mehr gehört haben, dass ich vor und nach diesem Satz Anastasia Gubanovas sportliche Leistung voller Wertschätzung kommentiert und fachlich gewürdigt habe." Sein Stil sei es, "in meinen Kommentaren Informationen über die Sportlerinnen und Sportler einzubauen, da ich viele von ihnen gut kenne". "Diesmal", so Weiss, "habe ich mich dabei leider vertan." Der Kommentator hatte zuvor über die Sportlerin gesagt: "Meine Herren da draußen, es tut mir echt leid, sie ist leider schon vergeben. Verheiratet mit einem ehemaligen finnischen Eiskunstläufer." Die Athletin sei dadurch "vom Subjekt zum Objekt" geworden, hieß es in einem Posting, das binnen kürzester Zeit fast eine Viertelmillion Likes erhielt.

Frauen-Bundesliga © DFB
Eric Huwer, Vorstand des Hamburger SV, will die Sichtbarkeit der Frauen-Fußball-Bundesliga erhöhen und die unübersichtlichen Anstoßzeiten durch eine Konferenz reduzieren."Unser Vorschlag: Sonntagnachmittag, 15:30 Uhr, die Konferenz der Frauen-Fußball-Bundesliga", sagte Huwer gegenüber "Bild". "Gerne sechs Spiele parallel und dann noch ein siebtes Spiel als Topspiel zu einer anderen freien Zeit - um die Sichtbarkeit für diesen großartigen Sport zu verbreitern." Auch von den abendlichen Montagsspielen hält er wenig. "Da halte ich es mit den Kurven: Montagsspiele bringen keinen Mehrwert und ergeben auch aus TV-Vermarktungssicht keinen Sinn", so der HSV-Vorstand weiter. Die Konferenz dagegen sei "ein deutsches Erfolgsprodukt", sagte Huwer. "Lasst uns das für die Frauen adaptieren. Wir sehen, es kommen mehr Familien zu den Frauenspielen, und das sollten wir auch im TV-Bild umsetzen. Davon bekommen wir auch die TV-Anstalten überzeugt, und da übernehmen wir gerne Verantwortung und melden uns laut zu Wort."

Sport in Zahlen

Sportstudio live © ZDF/Corporate Design
Im Windschatten der Olympischen Winterspiele hat die Frauen-Fußball-Bundesliga am Sonntag im ZDF zusätzliche Aufmerksamkeit bekommen. Durchschnittlich 2,39 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sahen ab 16:33 Uhr die Begegnung zwischen Bayern München und dem VfL Wolfsburg, sodass der Marktanteil bei 15,4 Prozent lag. Bei den 14- bis 49-Jährigen erzielte das ZDF ebenfalls starke 13,7 Prozent. Parallel zeigte der Sender auch noch das olympische Eishockey-Finale zwischen den USA und Kanada, das mit 3,36 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern auf 24,4 Prozent Marktanteil kam und beim jungen Publikum stolze 25,2 Prozent erzielte. Die später gesenedete Auslosung des DFB-Pokals der Männer wiederum sahen noch 2,30 Millionen Personen.

Eurosport © Eurosport
Auch Eurosport 1 punktete am Sonntag mit dem Eishockey-Finale: Dort lag der Marktanteil in der Zielgruppe bei starken 2,8 Prozent und damit weit über den Normalwerten des Senders. Insgesamt schalteten ab 14:07 Uhr im Schnitt 190.000 Zuschauerinnen und Zuschauer ein, nachdem zuvor beim Viererbob schon 130.000 Fans gezählt wurden. Hier tat sich die Übertragung beim jungen Publikum mit 0,4 Prozent aber ungleich schwerer. Zum Vergleich: Das ZDF kam parallel dazu auf über 40 Prozent. Die Schlussfeier fand bei Eurosport 1 zudem nur wenig Anklang: Gerade mal 50.000 Zuschauerinnen und Zuschauer waren hier ab 20:25 Uhr dabei und sorgten insgesamt nur für 0,2 Prozent Marktanteil. Im ZDF waren hingegen 4,28 Millionen Menschen mit dabei (DWDL.de berichtete).

Axel Balkausky © ARD/Frank Zauritz
Die ARD hat eine zufriedene Olympia-Bilanz gezogen und auf eine Rekordnutzung in der Mediathek verwiesen. Das Olympia-Angebot in der Mediathek und bei "Sportschau.de" zählte nach Angaben des Sender über 85 Millionen Videoabrufen, davon entfielen mehr als 65 Millionen auf die Livestreams. In diesem Zusammenhang verzeichnete die ARD-Mediathek verzeichnete während der ersten Olympia-Woche die bisher höchste Nutzung in ihrer Geschichte. An den neun ARD-Sendetagen haben Das Erste mit seinen Olympia-Sendungen zudem insgesamt etwa 40 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer erreicht und damit fast die Hälfte der deutschen Bevölkerung. "Diese Zahlen zeigen, dass lineares Fernsehen bei Live-Ereignissen nach wie vor eine außerordentliche Relevanz hat, die Nutzung unserer digitalen Angebote aber gleichzeitig enorm gewachsen ist", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. "Damit ist es uns gelungen, auf allen Ausspielwegen die Gesellschaft in ihrer Breite zu erreichen. Das ist ein schöner und überzeugender Erfolg für alle, die in den letzten Wochen für die ARD daran mitgearbeitet haben, im Programm, in Produktion und Technik." Auch im ZDF-Streaming-Portal hat Olympia für hohe Nutzungszahlen gesorgt: Insgesamt erreichen die Abrufvideos und Event-Livestreams bis zum 21. Februar mehr als 50 Millionen Views, wie der Sender mitteilte. An zwei der 16 Olympia-Tage verzeichneten die Event-Livestreams mehr als fünf Millionen Views.