Sports-Update vom 27. April
Giro bleibt bei Eurosport, WM-Auftakt auch im Kika
© KiKA - Der Kinderkanal ARD/ZDF
Neben den Pokalfinals wird auch das erste WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft im Kika zu sehen sein. Außerdem: Der Finaltag der Amateure bleibt in der ARD und WBD verlängert den TV-Vertrag für den Giro d'Italia.
© Giro d'Italia
Der Giro d'Italia wird auch weiterhin bei Eurosport zu sehen sein. Darüber hinaus wird das prestigeträchtigste italienische Straßenradrennen auch bei HBO Max und Discovery+ übertragen. Hintergrund ist, dass Warner Bros. Discovery seine Exklusivrechte für die Übertragung der Rennen der Männer und Frauen in Europa und den USA langfristig verlängert hat - bis mindestens 2029. Eine entsprechende Vereinbarung mit RCS Sport gilt damit bald seit mehr als 30 Jahren, erstmals war der Giro d'Italia im Jahr 1998 bei Eurosport zu sehen. Der nun geschlossene Deal umfasst die Rechte in über 50 Märkten in Europa. "Die Erweiterung unserer Rechte rund um den Giro d’Italia, den Giro d’Italia Femminile und weitere italienische Top-Rennen unterstreicht unser langfristiges Engagement für das Wachstum dieses Sports", sagte Scott Young, EVP bei WBD Sports Europe. "Durch kontinuierliche Investitionen in innovatives Storytelling wollen wir ein weltweites Publikum erreichen und die nächste Generation von Radsportstars inspirieren." Zuletzt zog das Interesse spürbar an: So stieg die Zahl der Videoaufrufe des Giro d'Italia laut WBD im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent, linear stieg die Reichweite um 41 Prozent.
© DFB
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die ARD haben sich auf eine weitere Zusammenarbeit beim sogenannten "Finaltag der Amateure" verständigt. Die neue Vereinbarung sichert die Fortführung des TV-Formats bis zum Ende der Saison 2029/2030 und soll zugleich neue Möglichkeiten eröffnen, "die Reichweite, Sichtbarkeit und Vermarktungspotenziale des deutschen Amateurfußballs weiter auszubauen", wie es heißt. Zentraler Bestand bleibt die mehrteilige, bundesweite Livekonferenz im Ersten, zudem soll es ein umfangreiches Livestreamangebot mit mindestens 15 Einzelspielen in voller Länge geben. Die neue Vereinbarung bietet allerdings erstmals auch die Möglichkeit, zusätzliche Vermarktungsrechte wahrzunehmen - etwa eine mögliche Live-Übertragung im Pay-TV sowie die Free- und Pay-TV-Verwertung im Ausland. Konkret ist die rede von ausgesuchten Einzelspielen auf dem neuen Pay-TV-Sender DFB.TV. "Unsere regionale Expertise zeichnet die ARD in ihrer Berichterstattung aus, der Blick auf die verschiedenen Regionen in Deutschland ist uns dabei auch im Sport sehr wichtig. Bei kaum einem anderen nationalen Sport-Event wird dies so sichtbar wie beim Finaltag der Amateure", so ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. "Deshalb freut es uns sehr, unsere langjährige Vereinbarung für die nächsten fünf Jahre fortzusetzen und weiterhin an einem Termin alle Landespokalendspiele in mehrstündigen Livekonferenzen sowohl im Ersten als auch in der ARD-Mediathek zu übertragen."
© KiKA - Der Kinderkanal ARD/ZDF
Der Kika baut seine Fußball-Übertragungen in Zusammenarbeit mit der ARD-"Sportschau" und dem ZDF-"Sportstudio" weiter aus und wird in den kommenden Wochen die DFB-Pokalfinals der Frauen und Männer übertragen. Cleo und Charlie, 12 und 13 Jahre alt, haben bei einer Mitmach-Aktion des öffentlich-rechtlichen Kindersenders gewonnen und werden bei den Übertraungen am Mikrofon sitzen. Für Cleo geht es am 14. Mai nach Köln zum Pokalfinale der Frauen, wo sie ab 15:45 Uhr gemeinsam mit Gari Paubandt das Spiel kommentiert. Charlie ist am 23. Mai um 19:45 Uhr gemeinsam mit Jan Ole Behrens in Berlin beim Finale der Männer. "Hunderte Kinder haben uns mit ihren Bewerbungen begeistert", sagte Kika-Programmgeschäftsführer Roman Twork. "So viel Wissen, Herz fürs Kommentieren und Liebe zum Sport haben uns die Auswahl wirklich schwer gemacht. Das zeigt uns einmal mehr: Kinder lieben Sport. Und mit der ARD-'Sportschau' und dem ZDF-'Sportstudio' haben wir Partner an unserer Seite, die diese Begeisterung teilen und sie mit großer sportjournalistischer Kompetenz unterstützen." Vom Kika wird derweil auch das deutsche Auftaktspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Curaçao: Am 14. Juni übernimmt der 13-jährige Niklas gemeinsam mit ARD-Sportreporterin Stephanie Baczyk die Kommentierung.
© WDR/Martin Kobold
Das Erste wird im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft gleich zwei Dokumentationen in der Primetime ausstrahlen. So läuft am Mittwoch, den 10. Juni um 20:15 Uhr der 75-minütige Film "WM-Wahnsinn und Titel-Träume" mit Esther Sedlaczek und Thomas Hitzlsperger. Darin besuchen sie die drei Ausrichterländer USA, Kanada und Mexiko und treffen Stars wie Leon Draisaitl und Marco Reus. Exklusive Interviews mit Bundestrainer Julian Nagelsmann und Nico Schlotterbeck sollen außerdem "erstaunliche Einblicke" liefern, verspricht die ARD. Zwei Tage zuvor, am Montag, den 8. Juni, läuft zudem bereits die einstündige Doku "Spielfeld der Macht". "Tagesthemen"-Moderator Ingo Zamperoni und Reporter Philipp Awounou sollen darin einen "bildstarken Roadtrip durch die USA" liefern. t. In Einzelgesprächen, aber auch am Rande von großen Sportevents wollen beide zeigen, wieviel mehr als in früheren Jahren Politik auch den Sport durchtränkt, aber auch, wie der Sport Menschen über politische Grenzen hinweg zusammenbringen kann. Im Anschluss ist die WM außerdem Thema in der "Arena", erneut moderiert von Jessy Wellmer und Louis Klamroth.
© RTL / Wolfgang Wilde
Monica Lierhaus ist bei RTL in einer neuen Interview-Reihe zur Fußball-WM zu sehen. Unter dem Titel "WM-Fieber: Monica Lierhaus und die Bundestrainer" spricht die Sportjournalistin in mehreren Ausgaben mit ehemaligen Bundestrainern über ihre Erfahrungen rund um die Weltmeisterschaft. Den Auftakt macht ein Gespräch mit Jürgen Klinsmann, das in der Nacht auf den 30. April um 0:25 Uhr im Rahmen eines "RTL-Nachtjournal Spezials" ausgestrahlt wird. Im Anschluss ist das Interview auch auf RTL+ sowie auf dem YouTube-Kanal von RTL Sport verfügbar. Zuletzt hatte RTL mit Lierhaus bereits das Format "Monicas Meistermacher" gestartet (DWDL.de berichtete).
© DAZN
DAZN hat sich verpflichtet, in Belgien die Spiele der belgischen Pro League bis zum Ende der Saison 2026/27 weiterhin zu produzieren und zu übertragen - ein Jahr länger als gedacht. Damit hat die Liga erstmal Sicherheit bekommen. DAZN hatte ursprünglich einen Fünfjahresvertrag über die Rechte an der belgischen Pro League unterzeichnet. Ende 2025 machte der Streamer jedoch einen Rückzieher, weil es DAZN nicht gelungen war, mit Netzbetreibern wie Proximus oder Telenet Distributionsverträge abzuschließen. Rein über die eigene App hat man aber offenbar nicht genug zahlende Kundschaft gefunden. DAZN berief sich bei seiner Kündigung auf belgisches Recht, wonach kein Unternehmen gezwungen werden könne, Verluste zu machen. Ein Eilschiedsspruch hatte DAZN schließlich dazu verdonnert, die Spiele bis zum 30. Juni 2026 weiterhin zu zeigen und zu bezahlen.
Sport in Zahlen
© DTM
Ernüchternder Start in die neue DTM-Saison bei ProSieben: Lediglich 220.000 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten am Samstag um 13:27 Uhr die Live-Übertragung vom Red Bull Ring, der Marktanteil lag in der Zielgruppe bei unspektakulären 6,2 Prozent. Das zweite Rennen brachte es am Sonntag zwar auf eine geringfügig höhere Reichweite, blieb bei den 14- bis 49-Jährigen mit gerade mal 3,5 Prozent Marktanteil aber sogar noch deutlich blasser als am Vortag. Ziemlich katastrophal lief es für Vor- und Nachberichterstattung: Hiermit erzielte ProSieben am Sonntag nur Marktanteile von 1,0 und 1,7 Prozent.
© UEFA
Auch beim ZDF besteht mit Blick auf die Quoten des Champions-League-Halbfinals der Frauen noch Luft nach oben: Die erste Begegnung zwischen Bayern München und dem FC Barcelona brachte es am Samstag ab 18:16 Uhr im Schnitt auf 1,29 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, die einem Marktanteil von 9,3 Prozent nach sich zogen. Bei den 14- bis 49-Jährigen erzielte das Hinspiel solide 7,5 Prozent und lag damit auf Augenhöhe mit dem Bundesliga-Topspiel zwischen HSV und Heidenheim, das bei Sky auf 7,1 Prozent kam. Ungleich stärker war jedoch die Bundesliga-"Sportschau" im Ersten: Deren Marktanteil lag bei den 14- bis 49-Jährigen bei starken 21,0 Prozent. Insgesamt sorgten 2,97 Millionen Fans für 21,5 Prozent.
Giro bleibt bei Eurosport, WM-Auftakt auch im Kika
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