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Sports-Update vom 23. Oktober

Eurosport baut Formel E aus, weiterer Talk bei Sport1

 

Von der kommenden Saison an kann Eurosport die Formel E erstmals europaweit übertragen. Im Kommentatoren-Team der MotoGP kommt es indes zu einem Abschied. Außerdem: Sport1 nimmt einen weiteren "Fantalk" ins Programm.

von Alexander Krei
23.10.2017 - 10:47 Uhr

Eurosport
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Eurosport hat seine Partnerschaft mit der Formel E verlängert und wird die Rennserie ab der kommenden Saison erstmalig europaweit übertragen. Der Sender hält auch die exklusiven Übertragungs- und Sublizenzierungs-Rechte in Europa - mit Ausnahme von Großbritannien und Italien, von Eurosport nicht-exklusive Rechte an der Serie hat. Für eine ergänzende Berichterstattung soll in ausgewählten Märkten, darunter auch Deutschland, ein Teil der Rechte an Free-TV-Sender sublizenziert werden. Grundsätzlich dürfte sich an der Übertragung der Formel E hierzulande aber nichts ändern, zuletzt hatten sich Eurosport und der ebenfalls zu Discovery gehörende Männersender DMAX die Rechte geteilt.

MotoGP
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Zum Ende der Saison kommt es bei den MotoGP-Übertragungen von Eurosport zu personellen Veränderungen. Johannes Orasche wird das Team des Senders verlassen. "Schweren Herzens habe ich mich dazu entschlossen, meinen beruflichen Schwerpunkt Richtung Heimat zu verlagern", sagte der Österreicher, der am Freitag auf seiner Facebook-Seite die Hintergründe erklärte: "Auf Grund des tragischen Verlustes eines Kollegen hat sich hier in der Heimat die Personallage dramatisch geändert. Fazit: Es geht ab sofort nur noch entweder/oder. Die MotoGP vor Ort halbherzig oder nur tageweise zu betreuen geht nicht. Dafür ist der Sport zu viel wert." Auch zuletzt arbeitete Orasche bereits für den ORF, dort wird er künftig verstärkt tätig sein. Bis zum Saisonende soll nun erst mal Harry Weber die MotoGP an der Seite von Stefan Nebel kommentieren.

Madsack Mediengruppe
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Sport1 nimmt eine weitere Fußball-Talkshow ins Programm. Brereits an diesem Dienstag wird der Sender um 19:00 Uhr den "Sportbuzzer Fantalk 3.0" ausstrahlen. Es handelt sich dabei um ein von der Madsack Mediengruppe in Kooperation mit ihrer Produktionsfirma TVN Sports Media und RB Leipzig entwickeltes Format, von dem bereits vor einigen Monaten eine Pilotfolge produziert worden war (DWDL.de berichtete). "Das Konzept der Sendung, das sehr auf Interaktion setzt, hat uns überzeugt und passt hervorragend in unser Programmumfeld", sagt Sport1-Chefredakteur Dirc Seemann. Moderiert wird das Format von Isabella Müller-Reinhardt, Gäste sind Ralf Rangnick, Dieter Hoeneß, Stefan Effenberg und Michael Ballack. Drei Fans werden im Studio jederzeit die Möglichkeit haben, sich per "Buzzer" in die Gespräche einzubringen und selbst Fragen zu stellen.

Sky
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Mit dem Sky Sports Scholarship will Sky künftig einen Beitrag bei der Förderung des Nachwuchsleistungssports in Deutschland leisten. Das Programm, das in Großbritannien und Irland bereits über 30 Athleten förderte und fördert, soll talentierte junge Sportler dabei unterstützen, ihr Potenzial auf der internationalen Bühne auszuschöpfen. Der erste Empfänger des Stipendiums in Deutschland ist Jung-Tennisprofi Daniel Altmaier. Der 19-Jährige belegt derzeit Platz 226 der ATP-Weltrangliste. Neben finanziellen Mitteln beinhaltet das Förderprogramm auch weitere Unterstützung in Form von Mentoren und Medientrainings, um die persönliche Entwicklung rundum zu fördern. Im Rahmen dieser Maßnahmen erhalten die Stipendiaten auch erste Einblicke in die verschiedenen Arbeitsbereiche im Unternehmen. Das Programm läuft bis Ende des Jahres 2020.

Sport in Zahlen

Formel 1
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Auch beim Großen Preis der USA hat sich der Quoten-Aufwärtstrend bei der Formel 1 für Sky fortgesetzt. 480.000 Zuschauer verfolgten am Sonntagabend ab 21:00 Uhr das Rennen im Pay-TV, das waren rund 50 Prozent mehr als vor einem Jahr. In der Zielgruppe lag der Marktanteil bei überzeugenden 2,5 Prozent. Recht zufrieden kann man allerdings auch bei RTL sein, wo die Quoten im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht anzogen: Trotz harter Konkurrenz schalteten am Abend immerhin 4,26 Millionen Fans ein, um das Rennen zu sehen. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei soliden 12,6 Prozent, was freilich nicht vergleichbare ist mit den Werten, die die Formel 1 nachmittags verbucht. Vor- und Nachberichterstattung bescherten dem Sender jedoch nur einstellige Werte.

Sport1
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Ein Quotenrenner war am Sonntag das Regionalliga-Derby zwischen dem TSV 1860 München und dem FC Bayern II, das bei Sport1 mit 650.000 Zuschauern ein neues Allzeithoch erreichte. In der Spitze schaltteen sogar bis zu 780.00 Zuschauer ein. In seiner Kernzielgruppe der 14- bis 49-jährigen Männer verbuchte die Sport1-Übertragung einen tollen Marktanteil von 5,7 Prozent. Bei dem Spiel kam erstmals eine neue Tracking-Technik in der Regionalliga Bayern live im Free-TV zum Einsatz:  Durch einen Chip im Ball und im Triko der Spieler wurden Sprinttempo, Laufdistanz und Schussgeschwindigkeit erfasst und on-Air in Live-Grafiken präsentiert. Bei der anschließenden Partie zwischen Alemannia Aachen und Rot-Weiß Essen waren im Schnitt übrigens noch 380.000 Zuschauer dabei.

Was noch zu sagen wäre...

"So wie es die ARD gemacht hat, nur mit mehr Herzblut."
DTM-Chef Gerhard Berger bei "Sportsweek" auf die Frage, welche Wünsche er an einen neuen TV-Partner habe

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