© BBC
UK-Update vom 7. Februar

"Death in Paradise" verlängert, Aus für "Big Brother"?

 

Auch mit wieder neuem Hauptdarsteller ist "Death in Paradise" weiter ein Hit für die BBC und wurde daher frühzeitig verlängert. Bei "Big Brother" machen derweil Gerüchte um eine Einstellung die Runde. Außerdem: BT-Chef braucht die Premier League nicht.

von Marcel Pohlig
07.02.2018 - 11:30 Uhr

Death in Paradise
© BBC
Mit der zuletzt gesendeten siebten Staffel wechselte bei "Death in Paradise" schon zum zweiten Mal der Hauptdarsteller. Seither führt Ardal O'Hanlon den Cast an. Die Zuschauer finden trotz des erneuten Wechsels ihren Gefallen am Karbikkrimi und können sich nun, noch während der Ausstrahlung der siebten Staffel, schon einmal auf Nachschub freuen. Die BBC hat nämlich eine achte Staffel angekündigt, die im kommenden Jahr auf BBC One gesendet werden soll. Ardal O'Hanlon wird dann auch wieder vor die Kamera zurückkehren. Überraschend wäre ohnehin nur eine Einstellung gewesen: Der Staffelauftakt wurde Anfang Januar von 8,2 Millionen Zuschauern gesehen und erreichte starke 31 Prozent. In Deutschland läuft "Death in Paradise" im Pay-TV beim Fox Channel und im Free-TV mit Erfolg bei ZDFneo. Ob "Death in Paradise" auch im kommenden Jahr noch einmal eine Fortsetzung erhält, ist angesichts des dann bevorstehenden Brexit ungewiss. Robert Thorogod, Schöpfer der Serie, bezweifelte eine Fortsetzung für den Fall, dass es kein Abkommen mit der EU gibt, zuletzt, da "Death in Paradise" im französischen Überseegebiet gedreht wird (DWDL.de berichtete).

Celebrity Big Brother 2018
© Channel 5
Eigentlich waren "Big Brother" sowie "Celebrity Big Brother" schon einmal eingestellt. 2010 verabschiedete sich Channel 4 von der Reality-Show, die ein Jahrzehnt lang die Unterhaltungssparte des Senders prägte und dominierte, um sich breiter aufzustellen. Der kleinere Konkurrent Channel 5 sprang ein und sendet seither eine reguläre sowie zwei Promi-Staffeln pro Jahr. Doch ein großer Erfolg ist der Große Bruder für Channel 5 auch schon länger nicht mehr. Das Interesse der Zuschauer geht immer weiter zurück, während neue Reality-Shows wie "Love Island" sogar vor "Big Brother" landeten. Der "Daily Star" streut daher nun auch das Gerücht: Nach den Sommer-Staffeln soll auch Channel 5, mittlerweile in Besitz von Viacom, den Stecker ziehen bei "Big Brother" und "Celebrity Big Brother". Channel 5 wollte die Meldung gegenüber "Digital Spy" nicht bestätigen, verwies aber auch lediglich auf die kommenden Sommer-Staffeln und kündigte bislang noch keine Fortsetzung für 2019 an. Zuletzt distanzierte sich bereits Ben Frow von der Sendung. Der Channel-5-Boss betonte erst im vergangenen August, er wäre glücklicher, würde sein Sender nicht "Big Brother", sondern eigene Entwicklungen senden. Zuletzt machte "Celebrity Big Brother" Schlagzeilen mit Eindringlingen im Haus. Aus diesem Grund wurde die Live-Show am vergangenen Freitag schon nur nach mit einem zwanzigminütigen Versatz ausgestrahlt.

The Great British Bake Off – Mel & Sue
© BBC/Love Productions
Wenn BBC One im Verlauf des Jahres die Show "The Generation Game" wiederbelebt, dann feiert nicht nur die Show ein Comeback, sondern auch Basil Brush. Die Puppe war bereits 1973 in der ursprünglichen Version der Show, damals noch von Sir Bruce Forsyth moderiert, zu sehen und bekam später auch eine eigene Sendung auf BBC One, die Anfang des Jahrtausends für das Kinderfernsehen CBBC neu aufgelegt wurde. Danach folgten nur noch Gastauftritte und kurze YouTube-Sketche. In "The Generation Game" wird Basil Brush, gespielt von Michael Winsor, in allen vier geplanten Folgen zu sehen sein, wie die "Sun" berichtet. In der Neuauflage wird Basil Brush in kurzen Sequenzen die Moderatoren der Sendung, Mel and Sue (Foto), überraschen. Noch ein Comeback gibt es demnächst bei Sky One. Alistair McGowan bekommt dort eine neue Show – vierzehn Jahre nachdem seine BBC-Sendung "The Big Impression" endete. Der Impressionist wird auch bei Sky One wieder seine Stärken unter Beweis stellen können und in "Re-Dub!" Nachrichten neu vertonen. Geplant sind zehn 30-minütige Folgen.

Top Gear
© BBC
Nach "Grand Tour" macht nun auch "Top Gear" im Vorfeld der neuen Staffel Schlagzeilen mit einem spektakulären Unfall – anders als bei der Amazon-Show kam die BBC-Crew aber, das sei an dieser Stelle schon einmal erwähnt, aber immerhin unverletzt davon. Chris Harris und Eddie Jordan fuhren für "Top Gear" ein alpines Sportauto aus der Vor-Produktion und fuhren damit auf einem abgesperrten Stück der Rally Monte Carlo. Während der Fahrt bemerkte die Crew Flammen am Äußeren des Fahrzeuges und forderte Harris und Jordan noch rechtzeitig dazu auf, das Fahrzeug zu verlassen, ehe dieses in Flammen aufging und zunächst auch von der Feuerwehr nicht erreicht werden konnte. Das Fahrzeug wurde komplett zerstört. Unklar ist noch, ob und wie der Vorfall in die Show eingebaut wird. "Top Gear" verlor mit dem Wechsel der Moderatoren viele Zuschauer, ist für die BBC aber noch immer eine der bedeutendsten Marken. Die 25. Staffel wird voraussichtlich im Frühjahr zu sehen sein.

Fußball
© Mr. Nico / photocase
In dieser Woche sollen Sky und BT Sport ihre Gebote für die Premier League abgeben und dabei vermutlich auch gegen neue Konkurrenten aus dem Web antreten. Zuletzt hielt Sky den Großteil der Rechte, während BT Sport 42 Spiele pro Saison senden darf und dafür 960 Millionen Pfund gezahlt hat. Gavin Patterson, Geschäftsführer der BT, stapelt im Vorfeld des Rechtepokers nun schon einmal tief und verweist darauf, dass sein Sender die Rechte an der Premier League gar nicht zwingend brauche. Er wolle zwar nicht die Bedeutung der Premier League runter reden, Doch es sei eben nur eines von vielen Rechten, sagte Patterson laut "Guardian". Patterson verweist dabei etwa auf die Rechte an der Champions League, bei der BT Sport den Konkurrenten Sky komplett ausstach und so auch für ein kräftiges Wachstum der Zuschauerzahlen sorgte. Die Premier League sei zwar ein wichtiger Teil von BT Sport, aber eben nur einer und man habe immer einen Plan B, so Patterson. Analysten gehen davon aus, dass die Premier League für die kommende Periode noch einmal 15 bis 23 Prozent mehr Einnahmen erwarten kann und damit die Rekordsumme von über fünf Milliarden Pfund nochmals deutlich übertroffen wird.

Über den Autor

Marcel Pohlig lernte das Alphabet einst beim "Glücksrad", um später über das Fernsehen zu schreiben. Seit 2011 verfasst er bei DWDL.de das UK-Update. Kann sich für gute Shows und Serien begeistern und mag es, wenn dabei die Liebe zum Detail nicht verloren geht.

Teilen

Kommentare zum Artikel