Guten Morgen Deutschland © RTL
Unterm Strich vom 21. Dezember

"Guten Morgen Deutschland": Steiniger Weg für RTL

 

Vier Monate nach dem Start verzeichnet "Guten Morgen Deutschland" sicher noch nicht die Quoten, die man sich bei RTL erhofft hat. Zwar gibt es einen langsamen Trend nach oben - doch vor allem die zusätzliche Stunde tut sich schwer.

von Alexander Krei
21.12.2013 - 12:44 Uhr

Seit Ende August ist RTL mit einer überarbeiteten Programmstrecke am frühen Vormittag am Start. Anstelle des 90-minütigen "Punkt 6" zeigt der Sender nun das um eine Stunde verlängerte "Guten Morgen Deutschland". Blickt man auf die Quoten, so hat sich die Veränderung nach knapp vier Monaten für den Kölner Sender noch nicht unbedingt ausgezahlt. Im Schnitt verzeichnete "Guten Morgen Deutschland" in den ersten Monaten 350.000 Zuschauer, die einem Marktanteil von nur 10,9 Prozent entsprachen.

Bei den 14- bis 49-Jährigen liegt der Marktanteil aktuell bei 14,1 Prozent - und damit deutlich unter den mehr als 17 Prozent, die "Punkt 6" im Schnitt seit Jahresbeginn erzielte. Von den mehr als 20 Prozent, die noch im vergangenen Jahr drin waren, ganz zu schweigen. Am erfolgreichsten war "Guten Morgen Deutschland" Anfang Dezember, als ein Sturm über Deutschland hinwegfegte - hier kletterte der Marktanteil auf sehr gute 18,5 Prozent. Interessantes Detail: Obwohl an diesem Tag zahlreiche Informationssendungen profitierten, erwischte das "Sat.1 Frühstücksfernsehen" mit 10,5 Prozent Marktanteil einen der schwächsten Werte des Jahres.

Langzeittrend: Guten Morgen Deutschland
Guten Morgen Deutschland

Doch zurück zu "Guten Morgen Deutschland": Blickt man auf die erweiterte Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen, die man bei RTL inzwischen als das Maß aller Dinge betrachtet, fällt der durchschnittliche Marktanteil der Sendung mit 13,2 Prozent sogar noch ein gutes Stück schwächer aus als bei den 14- bis 49-Jährigen. Und doch gibt es so etwas wie Hoffnung: Waren in den letzten August-Tagen nur 12,4 Prozent drin, so konnte sich das Magazin seither kontinuierlich steigern - im Dezember waren es immerhin 14,3 Prozent. Wirklich vergleichen lassen sich die Werte von "Guten Morgen Deutschland" mit "Punkt 6" durch die Verlängerung aber nicht. Weil zu früher Stunde viele Zuschauer meist nur kurz einschalten, lassen sich Sehgewohneiten auch nur schwer verändern.

Wer also bisher zwischen 7:30 Uhr und 8:30 Uhr RTL mied, weil der Sender keine Informationen bot, wird das neue Angebot womöglich noch gar nicht bemerkt haben. Wie also hat sich "Guten Morgen Deutschland" seit Ende August in der zusätzlichen Stunde geschlagen? Die Antwort dürfte RTL nicht gefallen: Zwischen 7:30 Uhr und 8:30 Uhr liegt der durchschnittliche Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen nur bei 12,6 Prozent - und damit sogar unter den Werten, die im gleichen Zeitraum vor der Umstellung mit Soap-Wiederholungen erzielt wurden. Damals verzeichnete RTL einen Marktanteil von 13,3 Prozent. Ähnlich ist die Entwicklung beim Gesamtpublikum, wo der Marktanteil in dieser Stunde von 10,7 auf 10,3 Prozent zurückging.

Unterm Strich wird RTL also einen langen Atem benötigen, um "Guten Morgen Deutschland" auch in der zusätzlichen Stunde zu etablieren. Bislang kann man in Köln noch nicht zufrieden sein.

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