Tom & Jerry © Warner Bros.
US-Update vom 12. Oktober

"Tom & Jerry" reanimiert, CBS setzt erste Serie ab

 

"Tom & Jerry" kehren mit neuen Folgen ins Fernsehen zurück: Cartoon Network produziert eine Neuauflage. Unterdessen hat CBS die erste Serie der neuen Saison abgesetzt, The CW feiert grandiosen Erfolg mit neuer Superhelden-Serie "Arrow" und Deadline.com kauft "Variety"

von R. Pfaff / U. Mantel
12.10.2012 - 13:05 Uhr

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  • Tom & Jerry© Warner Bros.
    Katze Tom und Maus Jerry werden im wahrsten Sinne des Wortes wieder ins Katz-und-Maus-Spiel einsteigen. Die Plattform stellt nach Jahren der Auszeit Cartoon Network bereit, das die Serie unter dem Titel „The Tom and Jerry Show“ und gemeinsam mit Warner Bros. Animation reanimiert. Dabei werden sich die beiden gezeichneten Hassliebenden in einer Ausgabe jeweils zwei elfminütige Wettstreits liefern, die jedoch in der Neuauflage mit Zeitsprüngen und Phantasieorten verbunden sein sollen. Auch wenn sich der Einfallsreichtum der Schauplätze erweitern wird, wird sich an der bunten Optik der Protagonisten selbst nichts ändern. Ziel des Senders sei es mit Tom und Jerry weiterhin altersübergreifende Unterhaltung zu liefern, die durch die Rückkehr eben auch die jüngeren Generationen mit dem Kampf der beiden Kontrahenten in Kontakt bringen will, so die Stimmen aus der Senderzentrale.
  • Made in Jersey© CBS
    CBS
    übernimmt die Rolle des Bad Guy und setzt als erster Sender eine seiner gerade neu gestarteten Serien ab: Die Anwaltsserie "Made in Jersey" muss nach dem katastrophalen Start am Freitagabend, wo zuletzt zwar noch 6,8 Millionen Zuschauer zusahen, allerdings nur noch ein Zielgruppen-Rating von 0,8 Prozent erreicht wurde, nach nur zwei Folgen weichen. "CSI: NY", das unter der Vorverlegung auf 20 Uhr litt, darf wieder auf seinen alten 21-Uhr-Sendeplatz zurück und dürfte dann auch "Blue Bloods" helfen, das im Anschluss gerade auch aufgrund des schwachen Vorlaufs einen neuen Tiefstwert erreichte. Um 20 Uhr läuft stattdessen ab November "Undercover Boss". Die Meldung, der erste Sender zu sein, der eine Serie absetzt, scheuen die Networks in der Regel - doch nachdem CBS nun den Anfang gemacht hat, dürfte "The Mob Doctor" auf FOX nach von Woche zu Woche immer neuen Tiefstwerten nun aller Voraussicht nach schnell folgen.
  • ABC Family© ABC Family
    Das geheime Leben der US-Teenager wird künftig auch wieder geheim bleiben. Denn die Serie "The Secret Life of the American Teenager" wird ebenfalls zu Ende gehen - allerdings in geordneterer Form. ABC Family hat angekündigt, dass die fünfte Staffel, die im März kommenden Jahres startet, gleichzeitig auch die letzte sein wird. Zwölf Episoden stehen nun noch aus. Darin wird es einen Heiratsantrag und eine Hochzeit geben - zwischen welchen der Teenager verriet ABC Family aber freilich noch nicht. "The Secret Life of the American Teenager" war die dienstälteste ABC Family-Serie.
  • Community© NBC
    Eigentlich hätten die beiden Sitcoms "Community" und "Whitney" schon am 19. Oktober in die neue Staffel starten sollen - und zwar auf dem für Sitcoms sehr ungewöhnlichen Sendeplatz am Freitagabend. Doch nun hat NBC noch einmal einen Rückzieher gemacht. Die erstmal kurios anmutende Begründung: Man wolle die PR-Kapazitäten auf die gut laufenden Tage Montag bis Mittwoch konzentrieren - sie anders gesagt also nicht für den Freitag verschwenden, von dem man offenbar ohnehin nicht viel erwartet. Dort laufen nun stattdessen erstmal "Grimm"-Wiederholungen. Zudem steht nun auch wieder in den Sternen, ob die beiden Sitcoms überhaupt freitags laufen. Ganz offen heißt es in einem Statement von NBC, dass man die beiden Serien in der Hinterhand behalten wolle, falls man an den anderen Tagen kurzfristig auf schwache Quoten reagieren müsse. Vor allem bei "Animal Practice" ist das schon überaus wahrscheinlich, nachdem die Serie inzwischen katastrophal läuft.
  • The Munsters© CBS
    Süßes oder Saures? Passend zur Halloween-Phrase soll in der Halloween-Phase nun der Pilot vom eh schon Gerüchte-umwobenen NBC-Serienprojekt „Mockingbird Lane“ ausgestrahlt werden. Letzte Woche stand die Aussage der Branchenblätter zumindest gegen einen Tweet des Regisseurs Bryan Fuller („Pushing Daisies“), wonach „Mockingbird Lane“ sich in Richtung Schafott zubewegen würde, was von Fuller jedoch prompt entkräftet wurde. Laut neueren Informationen soll nun am Freitag, den 26. Oktober um 20 Uhr der Pilot als Halloween-Special ausgestrahlt werden. Die Frage stellt sich aber, ob die Verjüngungskur des klassischen Sitcom-Originals von „The Munsters“ andauern und das Projekt weiterentwickelt wird, oder ob der Ausstrahlungstermin lediglich dazu dient, mit den dadurch höher zu erzielenden Werbeeinnahmen einen Teil der immensen Produktionskosten wieder ausgleichen zu können. Um in der sprachlich korrekteren Version zu bleiben, heißt es also bald: Trick or treat? Das Ergebnis bleibt abzuwarten.
  • The Mindy Project© FOX
    Quotentechnisch läuft es nicht ganz so gut und trotzdem hat FOX die neue Serie „The Mindy Project“ nach nur zwei Folgen von anfänglich 13 bestellten auf 22 Folgen aufgestockt - auch mit Blick auf den Plan, einen Comedydienstag aufzubauen und dem Fehlstart anderer Projekte. Einen zusätzlichen Engpass durch eine Verabschiedung des Formats, wäre für FOX daher ungünstig. Nicht ganz auf 22, sondern nur 19 Folgen kommt hingegen der Serienneuling „Ben and Kate“ - die erste Staffel bekam von FOX sechs weitere Folgen spendiert. Abschied nehmen muss die Comedy in der zweiten Hälfte der Season von ihrem Sendeplatz. Nachfolgen wird ihr „The Goodwin Games“. Freuen können sich auch Fans der Nickelodeon-Serie „Teenage Mutant Ninja Turtles“, die um eine zweite Staffel erweitert wurde.
  • Foto: CBS© CBS
    Mit einem Lied kann man manchmal mehr ausdrücken als mit gesprochenen Worten: CBS zeigt in der kommenden Woche eine ganz besondere Folge von "CSI: New York". In der Episode "Unspoken" wird es tatsächlich eine ganze Zeit lang keinerlei Dialoge geben. Stattdessen werden die actionlastigen Szenen, in der Jagd auf einen Schützen gemacht wird, mit Songs von Green Day unterlegt. So werden die Lieder "Stop when the red lights flash", "Amy", "Night Life", "The Forgotten" und "Kill the DJ" zum Einsatz kommen.
  • Louie© FX Networks
    Louis C.K.
    , der gerade bei den Primetime Emmys gleich zwei Preise abgeräumt hat, darunter auch für das Drehbuch für seine Comedy-Serie "Louie", spannt seine Fans auf die Folter: Obwohl die Comedyserie "Louie" schon frühzeitig um eine weitere Staffel verlängert wurde, wird diese noch lange Zeit auf sich warten lassen. Auf Wunsch von Louis C.K. wird es im kommenden Jahr nämlich eine Pause geben, neue Folgen werden damit erst 2014 beim Sender Fx zu sehen sein. Er wolle eine kreative Pause einlegen, statt die Serie einfach "runterzuproduzieren".
  • Variety© Variety
    Reed Elsevier hat das traditonsreiche Branchenblatt "Variety" verkauft - und zwar ausgerechnet an die Penske Media Corporation, die das erst vor sechs Jahren gegründeten Online-Konkurrent "Deadline.com" betreibt. Die "NY Times" spricht angesichts des Kaufpreises von nur 25 Millionen US-Dollar von einem Ausverkauf. Immerhin soll Reed Elsevier vor mehreren Jahren noch Angebote bis zu 350 Millionen Dollar ausgeschlagen haben. Doch der Markt hat sich für die Branchen-Dienste auch in den USA signifikant verändert: "Variety" versteckt sein Online-Angebot hinter einer Paywall und kam zuletzt nur noch auf 320.000 monatliche Besucher. "Deadline.com" kam zuletzt auf 2,4 Millionen - mit einem Team, das im wesentlichen aus drei Bloggern besteht statt der 120 Mitarbeiter von "Variety", die aber freilich auch ein gedrucktes Heft herausbringen. Gegründet worden war Deadline.com von Nikki Finke, erklärte Gegnerin von "Variety". Sie wird auch nach der Übernahme nichts mit dem operativen Geschäft von "Variety" zu tun haben, beide Angebote sollen unabhängig voneinander weitergeführt werden. Penske Media hat angekündigt, die Marke "Variety" im Web, mobil und international schnell zu stärken.
  • True Blood© RTL II
    Der Verband der Schwulen und Lesben GLAAD kommt nach einer Analyse der neuen TV-Saison zu dem Ergebnis, dass die Zahl der  homosexuellen Hauptfiguren bei den großen Networks deutlich gestiegen ist. Mit 4,4 Prozent sind sie allerdings noch immer unterrepräsentiert. Im vergangenen Jahr waren es allerdings sogar nur 3,0 Prozent. Vorreiter ist ABC, wo 5,2 Prozent der Hauptcharaktere schwul oder lesbisch sind, CBS hinkt mit einem Anteil von 2,8 Prozent hinterher. Den höchsten Anteil an homosexuellen Hauptfiguren haben die Serien "Glee" und "True Blood".

Auf Seite 2: Traumstart für CW-Serie "Arrow", ABC, CBS und FOX unter Druck. Außerdem: Neue Serien-Projekte unter anderem von Kate Walsh ("Private Practice") und Sofia Vergara ("Modern Family")

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