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US-Update vom 8. Dezember

Sullivan führt Fox-Sender, Netflix mit "Sabrina"-Reboot

 

Ex-Sky-Chef Brian Sullivan ist nun COO der Fox Networks Group, Netflix übernimmt die "Sabrina"-Neuauflage, die sich komplett von der einstigen Serie unterscheiden wird, CBS legt "The Twilight Zone" neu auf, Netflix trennt sich von einer Hauptfigur in "The Ranch"

von Regine Pfaff / Uwe Mantel
08.12.2017 - 11:50 Uhr

Netflix
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Bei The CW wurde zuletzt an einem Ableger von "Riverdale" gearbeitet. Die auch in Deutschland bekannte "Sabrina - total verhext!" wird dabei einer gänzlichen Überarbeitung vollzogen und soll entgegen ihres ursprünglich unschuldigen Wesens in einer düsteren Version über den Schirm laufen. Verorten will sich die Adaption von "The Chilling Adventures Of Sabrina" irgendwo zwischen "Rosemary's Baby" und "Der Exorzist". Dazwischen gefunkt hat nun aber Netflix. Dort lief die erste Staffel von "Riverdale" so erfolgreich, dass die zweite Staffel beim Heimsender The CW deutlich davon profitierte. Diesem "Riverdale"-Trend folgend, hat der Streamindienst nun direkt zwei Staffeln der auf den Archie Comics basierenden Figur "Sabrina" bestellt, so dass diese nicht wie geplant bei The CW laufen wird, sondern beim Streamingdienst. Diese georderten, zwei Staffeln könnten laut Branchendienst "Hollywood Reporter" aus jeweils zehn Folgen bestehen - bestellt wurden in jedem Fall 20 Folgen.

CBS All Access
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CBS All Access bekommt Zuwachs. Zu "The Good Fight", "Star Trek: Discovery" oder "No Activity" gesellt sich in Zukunft eine weitere Eigenproduktion. Dabei handelt es sich um die Neuauflage eines Klassikers von Rod Serling, der zuerst zwischen 1959 und 1964 bei CBS lief. "The Twilight Zone", ein Mix aus Mystery und Science-Fiction mit jeweils eigener Handlung pro Folge, wurde 1985 neues Leben eingehaucht. Drei Staffeln davon liefen erneut bei CBS. Außerdem hatte UPN 2002 bis 2003 eine eigene Version, wobei Forest Whitaker als Erzähler fungierte. Unklar ist bislang, in welchem Umfang und wann die Neuauflage des TV-Klassikers zurückkehren wird. Eine Sache steht hingegen schon länger fest: "Get Out"-Macher Jordan Peele ist für die Produktion verantwortlich.

Shooter
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Die Geschichte hinter der TV-Geburt von "Shooter" war keine einfache. Bis die Serie mit Ryan Phillippe das Licht des Bildschirms erblicken durfte, wurde sie aufgrund realer Ereignisse mit Massenschießereien in den USA mehrfach verschoben. Mit zehn Folgen durfte sie dann aber letztlich starten - verlängert wurde sie zudem um eine zweite Staffel. Aber auch die Fortsetzung war nicht ohne Schwierigkeiten: der Protagonist brach sich das Bein, weswegen zwei Folgen gestrichen wurden. Der Grundstein für eine Fortsetzung - vielleicht dieses Mal ohne Hindernisse - wurde nun aber gelegt. Geordert hat USA Network eine 13 Folgen umfassende und damit längere dritte Staffel. Dies dürfte auch als Kompensation für die ungeplant kürzere zweite Staffel gedacht sein.

Eine dritte Staffel spendiert auch Epix einer Serie aus dem eigenen Portfolio. "Berlin Station", erst am 3. Dezember mit der zweiten Staffel zu Ende gegangen, wird ebenfalls fortgesetzt. Die Produktion für das Spionagedrama mit Schauplatz Berlin soll voraussichtlich nächsten Frühling beginnen. Bei CBS wird auch aufgestockt: "S.W.A.T" erst vor zwei Wochen um sieben Folgen verlängert, erhält nun nochmals zwei weitere Episoden für die Premierenstaffel. Ebenfalls zwei weitere Episoden bekommt "Kevin Can Wait" für die zweite Staffel mit der Vereinigung von Kevin James und Leah Remini. Diese hat bekanntlich Erinn Hayes als weiblichen Part neben Kevin James nach der ersten Staffel ersetzt und damit für die Wiedervereinigung des "King of Queens"-Duos gesorgt.

Haters Back Off
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Miranda Sings ist Geschichte. Zumindest für Netflix. Dort wurde der von Colleen Ballinger erdachte Charakter zwei Staffeln lang in "Haters Back Off!" einem VoD-Publikum präsentiert. Der Gedanke, berühmt auf die Welt gekommen zu sein, ließ Sings trotz mäßigen Talents immer weiter machen und nach Größerem streben. Doch bei Netflix gehen dabei erste einmal die Rampenlichter aus. Ballingers Charakter Sings hatte allerdings bereits eine Karriere vor der Netflix-Ära, denn ihr Ursprung liegt bei YouTube. Mit acht Folgen ging es damals als erste YouTuberin überhaupt mit einer fiktionalen Serie zu Netflix.

Danny Masterson in The RanchNetflix hat sich entschieden, Danny Masterson, der in "The Ranch" die Rolle des Jameson "Rooster" Bennett übernimmt, aus der Serie zu schreiben. Gegen ihn liegen stehen Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung und Vergewaltigung im Raum. Anfang der Woche habe er seinen letzten Tag am Set gehabt, wenn Anfang 2018 die Dreharbeiten fortgesetzt werden, wird er nicht mehr mit dabei sein. Aufgrund schon gedrehter Szenen wird er aber auch in der zweiten Hälfte der zweiten Staffel und vereinzelt in Staffel 3 noch in der Ashton-Kutcher-Comedy zu sehen sein. Vier weitere Frauen haben unterdessen Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung gegen Robert Knepper erhoben. Das könnte noch für The CW zum Problem werden: Der vor allem für seine Rolle als "T-Bag" in "Prison Break" bekannte Schauspieler ist Teil des Casts der Serie "iZombie", die Anfang 2018 auf den Bildschirm zurückkommen soll.

Alec Baldwin
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Alec Baldwin und ABC dehnen voraussichtlich ihre Partnerschaft aus. Dort fungiert der Schauspieler bereits als Moderator der Spielshow "Match Game". In der Entwicklung befindet sich laut "New York Post" derzeit eine Talkshow, die bei ABC laufen soll. Diese wird mit Blick auf seine bereits bestehende Radiosendung und das Podcastformat bei WNYC "Here's the Thing With Alec Baldwin" kreiert. Dort interviewt der Emmy-Preisträger seit 2011 Gäste aus vielfältigen Bereichen, von Unterhaltung, bis Wirtschaft oder auch Politik. Angeblich soll die Produktion dafür bereits nächste Woche beginnen. ABC hält sich bislang jedoch noch bedeckt.

Critics' Choice AwardsDie Nominierungen für die nun wieder in den Januar verschobenen Critics' Choice Awards sind da. Um den Titel der Besten Drama-Serie streiten sich demnach "American Gods", "The Crown", "Game of Thrones", "The Handmaid's Tale", "Stranger Things" und "This is us". Anders als bei den letzten Emmys fällt "Game of Thrones" hier in den Nominierungszeitraum - man darf also gespannt sein, ob trotzdem eine andere Produktion eine Chance hat. Dre Preis für die beste Comedy-Serie wird zwischen "Big Bang Theory", "Black-ish", "Glow", "The Marvelous Mrs. Maisel", "Modern Family" und "Patriot" vergeben. Die meisten Nominierungen gingen übrigens nicht an HBO (15), sondern an Netflix-Serien. Gleich sechs konnte die FX-Miniserie "Feud" für sich gewinnen, "Fargo" und "Big Little Lies" erhielten vier, "Glow" vier, "The Handmaid's Tale" drei. Auch die Writers Guild Awards werden Anfang 2018 verliehen. Hier sind "The Americans", "Better Call Saul", "Game of Thrones", "The Handmaid's Tale" und "Stranger Things" als beste Drama-Serie nominiert, in der Comedy-Sparte entscheidet es sich zwischen "Curb your enthusiasm", "Glow", "Master of None", "Silicon Valley" und "Veep". Hier gibt es auch eine eigene Kategorie für neue Serien, in der "American Vandal", "The Deuce", "Glow", "The Handmaid's Tale", und "Ozark" nominiert sind.

Brian SullivanBrian Sullivan, der zwischen 2010 und 2015 die Geschicke von Sky Deutschland lenkte und mit dem hoch defizitären Konzern den Turnaround schaffte, wurde zum President und COO der Fox Networks Group ernannt. Zuletzt verantwortete er dort bereits das Digital-Geschäft. Er tritt die Nachfolge von Rand Freer an, der vor über einem Monat den Chefposten bei Hulu übernahm. Die Fox Networks Group umfasst das Broadcast-Network Fox ebenso wie die Kabelsender wie FX, FXX und National Geographic. CEO bleibt weiterhin Peter Rice. Die Fox Networks Group steht vor einer unklaren Zukunft - denn bekanntlich verhandelt der Mutterkonzern gerade über einen Teil-Verkauf an Disney. Bei Fox würde dann vermutlich nur das Broadcast-Network verbleiben, weil Disney mit ABC bereits ein eigenes hat und kartellrechtlich kaum ein zweites übernehmen könnte. Die Kabelsender würden hingegen wohl zu Disney wechseln, sofern der Deal zustande kommt.

US-Quoten-Update

The GiftedQuo vadis "The Gifted"? Die Serie aus dem "X-Men"-Universum gehörte im Oktober zu den erfolgreicheren Fox-Neustarts, befindet sich seither aber in einem stetigen und bislang ungebrochenen Abwärtstrend. Am Montag sahen noch 2,8 Millionen Zuschauer zu, zwei Millionen weniger als zwei Monate zuvor zum Serienstart. Der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei 0,8/3 Prozent (Rating/Share). Hier hat sich der Wert seit dem Auftakt beinahe halbiert. Bislang gehörte "The Gifted" zu den sicheren Kandidaten für eine zweite Staffel - doch wenn diese Abwärtsbewegung nicht gestoppt werden kann, dann könnte es doch nochmal knapp werden.

Agents of S.H.I.E.L.D."Marvel's Agents of S.H.I.E.L.D." haben sich am Freitag vergangener Woche mit Staffel 5 zurückgemeldet. Der Freitagabend ist fürs Broadcast-Fernsehen generell ein schwieriger Abend, ein Quotenrückgang ist hier also quasi eingepreist. Gemessen daran lief es für die Serie vergleichsweise ordentlich: 2,5 Millionen Zuschauer schalteten ein, der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei 0,7/3 Prozent. Damit erreichte "S.H.I.E.L.D." mehr Zuschauer als im Frühjahr am späten Dienstagabend und lag auch etwas über dem Timeslot-Schnitt von ABC am Freitag.

Designated SurvivorIm vergangenen Jahr war "Designated Survivor" einer der großen Erfolge unter den Serien-Neustarts im Network-Fernsehen. Schon da ließ im Lauf der Staffel das Interesse zwar nach, doch die enorm hohe zeitversetzte Nutzung bei dieser Serie bewies nur, dass es trotzdem eine treue Fangemeinde gibt. Diese hat man mit den deutlichen Änderungen zu Staffel 2 aber offenbar zum Teil vor den Kopf gestoßen. Der Quotentrend zeigt jedenfalls ganz klar in die falsche Richtung: 3,9 Millionen Zuschauer sahen am Mittwoch nur noch zu, ein neuer Tiefstwert. In der Zielgruppe sind die Live-Zahlen mit 0,7/3 Prozent inzwischen ziemlich mau. Die zeitversetzte Nutzung ist zwar weiterhin hoch - doch auch das eingerechnet hat sich die Zuschauerzahl im Vergleich zu den Zahlen vor einem Jahr halbiert. Man darf gespannt sein, ob man hier inhaltlich und aus Quotensicht nochmal die Kurve bekommt.

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