Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Das Erste kann auf einen sehr erfolgreichen Montagabend zurückblicken. Vor allem eine Dokumentation mit Eckart von Hirschhausen wusste zu überzeugen: "Hirschhausen und die Deepfake-Mafia" erreichte durchschnittlich 3,71 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer - das sind deutlich mehr als der Sender sonst auf diesem Sendeplatz holt. Der Marktanteil lag bei sehr starken 17,2 Prozent Marktanteil, kein anderer Sender war in der Primetime erfolgreicher. 

Noch beeindruckender ist das Ergebnis beim jungen Publikum: 630.000 Zuschauerinnen und Zuschauer kamen aus der Altersklasse 14-49, das entsprach hier 17,1 Prozent Marktanteil. Auch damit war der Sender der erfolgreichste in der Primetime. Inhaltlich ging es vor allem um Deepfakes, mit denen Menschen dazu gedrängt werden, vermeintliche Gesundheitsprodukte zu kaufen - teilweise eben auch mit Gesichtern von Prominenten wie Eckart von Hirschhausen. 

Thematisch passend schloss sich im Anschluss an die Doku "Hart aber fair" an. Darin ging es um das Thema "Teuer und nur Mittelmaß - was läuft schief bei Ärzten, Kliniken und Kassen?". Zu Gast war nicht nur von Hirschhausen, sondern auch Hendrik Streeck oder auch Patrice Aminati. Und der Übergang hat funktioniert: 2,78 Millionen Zuschauende sind für "Hart aber fair" die höchste Reichweite seit Oktober des vergangenen Jahres, vor einer Woche sahen über 1 Million Menschen weniger zu. Der Marktanteil lag bei sehr guten 14,0 Prozent und auch bei den 14- bis 49-Jährigen erzielte Louis Klamroth gute 9,2 Prozent. 

Das ZDF war zur gleichen Zeit überraschend schwach unterwegs. Auf dem Sendeplatz, auf dem sonst Fernsehfilme beständig für hohe bis sehr hohe Reichweiten sorgen, lockte "Das Lehrerzimmer" jetzt nur 2,71 Millionen Menschen vor die TV-Geräte. Der vielfach ausgezeichnete Film holte zwar immerhin noch 12,9 Prozent Marktanteil, schlechter lief es für das ZDF am Montagabend zuletzt jedoch im Oktober 2025. Zur Wahrheit gehört aber auch: Der Film ist vor wenigen Monaten erstmals bei Arte zu sehen gewesen, das dürfte den Mainzern jetzt Reichweite gekostet haben. Beim jungen Publikum (14-49) kam das Drama am Montag im ZDF auf 6,5 Prozent. Das "heute journal" steigerte die Gesamtreichweite später auf 3,03 Millionen. 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;