
Nachdem Alexander Zverev den ersten Satz zunächst noch deutlich für sich entscheiden konnte, entwickelte sich das Finale der French Open gegen Flavio Cobolli am Sonntagnachmittag doch noch zu einem echten Krimi über fünf Sätze, an dessen Ende nicht nur der erste Grand-Slam-Sieg für Zverev, sondern überhaupt für einen Deutschen im Herren-Einzel seit Boris Becker 1996 stand. Schon auf dem Weg dorthin hatte Eurosport zuletzt mehrfach herausragende Quoten erzielen können - und das Finale lockte nun auch nochmal etliche vor den Fernseher, die nicht zu den Tennis-Hardcore-Fans zählen.
Dass Eurosport im Vorfeld die Rechte noch an RTL Deutschland sublizenziert hat, hat dem Sender dabei offenbar nicht weiter geschadet, die meisten entschieden sich trotzdem für die Übertragung auf Eurosport1. Im Schnitt waren ab 15:19 Uhr 2,087 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer dabei - im Vergleich zum Halbfinale am Freitag war das noch einmal in etwa eine Verdoppelung. Das bescherte Eurosport1 einen Marktanteil von 14,2 Prozent beim Gesamtpublikum. Noch höher fielen die Marktanteil bei den Jüngeren aus: In der Altersgruppe 14-59 wurden 15,5 Prozent Marktanteil erzielt, bei den 14- bis 49-Jährigen sogar 17,7 Prozent. 750.000 blieben ab 20:15 Uhr noch bei "Matchball Becker" dran, die Marktanteile in den Zielgruppen lagen auch hier noch bei über fünf Prozent.
Doch auch für RTL Deutschland hat sich die kurzfristige Sublizenzierung gelohnt. Nitro weist die Übertragung in zwei Teilen aus: Zwischen 15:12 Uhr und 16:37 Uhr sahen im Schnitt 0,48 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer zu, im weiteren Verlauf bis 19:47 Uhr waren dann im Schnitt 0,73 Millionen mit dabei. Das reichte beim Gesamtpublikum zunächst für 4,1 und dann für 4,9 Prozent Marktanteil. In der klassischen Zielgruppe ging es von 5,2 auf 7,1 Prozent nach oben, bei den 14- bis 59-Jährigen von 4,8 auf 5,9 Prozent. Auch als die Siegerehrung und die Highlights gezeigt wurden, blieben noch 620.000 dran.
Dass RTL das Zverev-Match zunächst nur bei Nitro zeigte, lag daran, dass man nach der Sky-Übernahme auch die Formel 1 wieder ins Free-TV bringen wollte und bei RTL ab 15 Uhr erstmal der Monaco-Grand-Prix auf dem Programm stand. Doch als hier auch die Nachberichterstattung vorüber war, stieg auch RTL ab 17:50 Uhr noch in die Tennis-Übertragung ein - und erzielte ebenfalls noch sehr gute Quoten. 1,65 Millionen sahen hier zwischen 17:50 Uhr und 20:15 Uhr zu, das reichte für 9,5 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum, 13,7 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen und 11,1 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen. Damit bescherte Zverev also gleich drei Sendern starke bis herausragende Quoten am Sonntagnachmittag. Zu sehen war das Finale auch bei HBO Max, Discovery+ und RTL+ - Zahlen hierzu liegen noch nicht vor.
Zuvor konnte RTL auch schon mit der Formel 1 punkten: 1,8 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sahen hier insgesamt zu, die Marktanteile beliefen sich auf 15,5 Prozent beim Gesamtpublikum sowie 17,9 bzw. 17,6 Prozent in den Zielgruppen 14-49 und 14-59, auch die Nachberichterstattung erreichte Quoten in ähnlicher Höhe. Bei Sky verfolgten rund 0,52 Millionen die Formel 1-Übertragung, dort lag der Marktanteil beim Gesamtpublikum bei 4,4 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 11,7 Prozent Marktanteil erreicht, 7,3 Prozent waren es bei den 14- bis 59-Jährigen.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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