Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Es war ein gutes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten und am Ende erzielten die Norweger gegen die Elfenbeinküste erst spät den Siegtreffer. Das hat sich jedoch nicht in den linearen TV-Quoten niedergeschlagen. Die Übertragung im Ersten kam lediglich auf 5,14 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer. Damit war Das Erste natürlich nicht nur Marktführer zwischen 19 und 21 Uhr, sondern stellte auch die insgesamt meistgesehene Sendung des Tages. Die anderen Sechzehntelfinale ohne deutsche Beteiligung holten allerdings Reichweiten von über 7 Millionen. 

Insofern fiel das jetzt gezeigte Spiel schon spürbar ab, mit 26,9 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum lief es aber natürlich dennoch gut. Beim jungen Publikum im Alter zwischen 14 und 49 Jahren sorgten 1,31 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer für 39,6 Prozent. Die einstündige Vorberichterstattung erzielte eine Reichweite in Höhe von 2,95 Millionen und lag ab 18 Uhr meilenweit über dem Senderschnitt, bei den Jüngeren wurden 28,4 Prozent gemessen. 

Vom starken Vorlauf profitierte ab 21:30 Uhr schließlich auch die Doku "Die Wahrheit über Google", die der Sender prestigeträchtig nach der Analyse programmierte. 2,85 Millionen Menschen waren hier noch mit dabei, das entsprach 15,7 (insgesamt) und 20,0 Prozent Marktanteil (14-49). Auch die "Tagesthemen" liefen im Anschluss noch gut, "Brokenwood" lag am späten Abend aber nur noch im einstelligen Marktanteilsbereich. 

Der Tagesmarktanteil des Ersten lag am Dienstag bei 14,3 Prozent, damit erreichte man nur Platz zwei. Für das ZDF (16,4 Prozent) lief es noch ein gutes Stück besser - und das ganz ohne WM im Programm. Zur besten Sendezeit erreichte man mit einer "Unter anderen Umständen"-Wiederholung 2,98 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 14,6 Prozent. Angesichts der WM-Konkurrenz waren das gute Werte. Meistgesehene ZDF-Sendung des Tages war jedoch das "heute journal" mit 3,70 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern. 

Meter gemacht haben die Mainzer zudem wie üblich in der Daytime: Zwischen 14:15 und 17:15 Uhr lag der Sender beispielsweise durchgängig bei mehr als 20 Prozent Marktanteil. Und auch "SOKO Köln" erzielte am Vorabend starke 23,6 Prozent. Und weil Das Erste bis zur WM-Vorberichterstattung meist nur ziemlich schwach unterwegs war, landete man am Ende eben hinter dem ZDF. 

RTL wiederholte zur besten Sendezeit einen "Dünentod"-Krimi und kam so auf eine recht gute Reichweite in Höhe von 1,33 Millionen. Das entsprach 6,7 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum, in der klassischen Zielgruppe wurden allerdings nur 3,0 Prozent gemessen. Bei den 14- bis 59-Jährigen waren es 4,2 Prozent. "Extra" hatte später 820.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, damit hielt das Magazin den Gesamt-Marktanteil konstant. Beim jungen Publikum steigerte sich die Sendung auf 7,7 (14-49) und 7,0 Prozent (14-59). 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;