
Weil einige WM-Spiele auch am Vorabend zu sehen waren, haben die RTL-Serien "Alles was zählt" und "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" in den zurückliegenden Wochen deutlich schlechtere Quoten eingefahren als normalerweise. Beide Formate fielen zuletzt sogar auf neue Tiefstwerte für das laufende Jahr. Ganz so schwer taten sich die Serien an diesem Dienstag nicht, der Sieg von Argentinien drückte aber spürbar auf die Quoten. Lionel Messi & Co. erreichten am Vorabend beim jungen Publikum (14-49) 44,7 Prozent Marktanteil.
"Alles was zählt" kam angesichts dessen nur auf 6,0 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe, normalerweise erzielt die Serie zweistellige Werte. Die Gesamtreichweite war angesichts der Konkurrenz mit 1,12 Millionen trotzdem recht ansehnlich. "GZSZ" erreichte danach sogar 1,30 Millionen sowie 7,8 Prozent. Das sind, angesichts der WM im Gegenprogramm, beachtliche Werte, dennoch lief es deutlich schlechter als sonst.
Die RTL-Serien lagen allerdings noch weit vor Sat.1. "Die Landarztpraxis - Team Sonnenhof" erzielte am Montag mit 660.000 Zuschauern und 4,6 Prozent Marktanteil neue Bestwerte für die laufende Staffel. Am Dienstag ging es auf 590.000 und 2,0 Prozent zurück. Es bleibt abzuwarten, ob die Serie ohne die WM im Gegenprogramm noch signifikant zulegen kann. So ist die "Landarztpraxis" jedenfalls kein Erfolg.
In der Primetime ist Sat.1 mit alten Folgen von "Navy CIS" überraschenderweise der erste Verfolger des Ersten beim jungen Publikum gewesen: Drei Folgen der US-Serie schwankten zwischen 4,8 und 6,4 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Insgesamt kratzte die Serie teilweise sogar an der 1-Million-Marke. Diese Schallmauer durchbrechen konnte RTL: Ein alter "Dünentod"-Krimi erreichte immerhin 1,29 Millionen Menschen, beim jungen Publikum waren trotzdem nur 4,5 Prozent drin. Bei den Zuschauerinnen und Zuschauern ab drei Jahren lief es mit 6,4 Prozent besser.
Für die anderen Privatsender lief es in der Primetime ziemlich enttäuschend, was aber auch am mutlosen Programm gelegen haben dürfte. Eine Wiederholung von "Schlag den Raab" unterhielt bei ProSieben 390.000 Menschen, in der klassischen Zielgruppe entsprach das 3,2 Prozent Marktanteil. Zwei alte Ausgaben von "Hartz und herzlich" blieben bei RTLzwei bei 3,5 und 2,2 Prozent hängen. Und "Goodbye Deutschland" erzielte bei Vox nur 3,7 Prozent.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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