
Erst in der Verlängerung machte Ferran Torres die Spanier am Sonntagabend mit seinem Tor gegen Argentinien zum Fußball-Weltmeister. Es war ein nervenaufreibendes Spiel, das auch hierzulande noch einmal auf sehr großes Interesse stieß und mit Blick auf die Reichweite sogar in eine Quoten-Dimension vorstieß, die man während dieses Turniers von den meisten Spielen mit deutscher Beteiligung kannte.
Durchschnittlich 17,36 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die Live-Übertragung im ZDF. Das waren nur geringfügig weniger als Ende Juni beim Ausscheiden Deutschlands im Sechzehntelfinale ermittelt worden waren und machte die Begegnung somit zur mit Abstand meistgesehenen ohne deutsche Beteiligung. Der Marktanteil belief sich dementsprechend auf herausragende 65,1 Prozent und fiel beim jungen Publikum sogar noch höher aus: Dort sorgten 5,65 Millionen 14- bis 49-Jährige für stolze 73,0 Prozent. All jene, die in Bars und Kneipen zusahen, sind in diesen Zahlen freilich nicht enthalten. Nicht bekannt ist außerdem, wie viele Fans das Spiel bei MagentaTV verfolgten. Die tatsächliche Reichweite wird also noch ein ganzes Stück höher gelegen haben.
Klar ist hingegen, dass das diesjährige WM-Finale auf deutlich mehr Interesse stieß als vor vier Jahren. Damals hatten hierzulande weniger als 14 Millionen Fans das Endspiel zwischen Frankreich und Argentinien verfolgt. Bei der WM 2018 waren es hingegen noch über 21 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, die beim damaligen Finale zwischen Frankreich und Kroatien dabei waren.
Den Quoten-Rekord für das nun zu Ende gegangene Turnier hält aber auch weiterhin das erste Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao, das - endgültig gewichtet - von 24,01 Millionen Fans im Ersten gesehen wurde. Es war zugleich das einzige Spiel der diesjährigen WM, das die Marke von 20 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern überspringen konnte. Sowohl die anderen beiden Vorrundenspiele als auch das - erst um 22:30 Uhr angepfiffene - Sechzehntelfinale zwischen Deutschland und Paraguay lagen ein gutes Stück darunter.
Das ZDF punktete derweil am Sonntagabend auch abseits des eigentlichen Spiels. So erreichten Vor- und Nachberichte im Schnitt 4,73 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, kurz vor Anpfiff saßen dann schon 11,63 Millionen Fans vor dem Fernseher. Entsprechend hoch fielen dann auch die Tagesmarktanteile aus: 33,5 Prozent wurden beim Gesamtpublikum und sogar 42,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen erzielt. Die Konkurrenz blieb - abgesehen vom Münster-"Tatort" im Ersten - entsprechend chancenlos (DWDL.de berichtete).
Weitere Erfolge abseits des Fußballs
Abseits des Fußballs überzeugte der Sender zur Mittagszeit bereits mit dem "Fernsehgarten", der mit 1,71 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern auf 19,1 Prozent Marktanteil kam. Am Vorabend wiederum sahen 2,85 Millionen Menschen die "heute"-Nachrichten, ehe das "Berlin direkt"-Sommerinterview mit dem Bundeskanzler auf drei Millionen kam. Der Gesamt-Marktanteil des Interviews lag bei 18,3 Prozent, zudem lief es auch bei den 14- bis 49-Jährigen mit 14,0 Prozent richtig gut.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.15; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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