Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Die Fans von "The Voice of Germany" müssen sich in diesem Jahr auf einige Veränderungen einstellen. Es ist nicht nur die erste Staffel seit Jahren ohne Thore Schölermann (seinen Platz übernimmt Matthias Killing, an seiner Seite steht Melissa Khalaj), ProSieben zeigt die Show ab sofort auch immer samstags und nicht mehr am Donnerstagabend. Bei den Coaches gibt es dagegen keine Veränderungen. Der Start der neuen Staffel verlief nun unter diesen Voraussetzungen alles andere als gut. 

Zwar sahen am Freitagabend in Sat.1 insgesamt 1,29 Millionen Menschen zu, davon kamen aber nur 200.000 aus der klassischen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. "The Voice of Germany" hat damit zum Start die niedrigste Auftaktreichweite seiner Geschichte eingefahren, im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahren fiel das Minus jedoch überschaubar aus. 

Nicht so beim jungen Publikum: Die 200.000 Zuschauerinnen und Zuschauer bedeuten eine Halbierung, vor einem Jahr sahen noch 410.000 Menschen im Alter zwischen 14 und 49 Jahren zu. Und während das damals zu einem knapp zweistelligen Marktanteil reichte, waren jetzt nur noch 6,3 Prozent Marktanteil drin. "The Voice" lag damit in etwa auf Senderschnitt von Sat.1, das ist für eine solche Show aber natürlich viel zu wenig. Es war zudem der niedrigste jemals gemessene Marktanteil in der "The Voice"-Geschichte. In der erweiterten Zielgruppe (14-59) lief es für "The Voice" mit 8,5 Prozent besser. 

Der Start verlief für die Castingshow nun erst einmal mehr als holprig. Spannend wird zu sehen sein, wie sich "The Voice" bei ProSieben auf dem neuen Sendeplatz schlagen wird, ein Selbstläufer wird die Ausstrahlung auf dem Samstagabend jedenfalls nicht. Während RTL am heutigen Samstag mit der 2. Bundesliga dagegen halten will, kommt von der ARD Show-Konkurrenz: Im Ersten ist die Jubiläumsausgabe der "Maus-Show" zu sehen. 

Apropos ProSieben: Der Sender tat sich am Freitag ebenfalls ziemlich schwer. Vor allem mit dem Blockbuster "Venom" konnte man zur besten Sendezeit nichts reißen, nur 440.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen zu und bescherten dem Sender so schlechte 4,9 Prozent Marktanteil. Mit "Deadpool 2" ging es am späten Abend immerhin noch auf 7,8 Prozent hinauf, die Gesamtreichweite sank aufgrund der späten Uhrzeit auf 350.000 - davon waren aber 180.000 zwischen 14 und 49 Jahren alt, also nur etwas weniger als bei "The Voice of Germany". 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.15; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;