Stefan Raab © ProSieben
Niederlage für RTL bei 14-bis 49-Jährigen

Paukenschlag: Raab bezwingt "Supertalent"-Finale

 

Was war da denn los? Auch wenn Sefan Raab den Rekord-Jackpot seiner Show nicht verteidigen konnte: An anderer Stelle gelang ihm ein glänzender Sieg. Ausgerechnet beim Finale musste "Das Supertalent" bei RTL eine Niederlage gegen Raab hinnehmen.

von Alexander Krei
16.12.2012 - 08:55 Uhr

3,5 Millionen Euro hat Kandidat Bernd am Samstagabend in einem spannenden Wettkampf bei "Schlag den Raab" gewonnen - ein neuer Rekordwert für die Show. Es waren also äußerst gute Voraussetzungen, um gegen die schwächelnde Castingshow "Das Supertalent" bestehen zu können, die erst in der vergangenen Woche gegen "Wetten, dass..?" neue Tiefstwerte hinnehmen musste. Zum Finale hin konnten Dieter Bohlen und Thomas Gottschalk nun zwar wieder zulegen. Dennoch dürfte es bei RTL am Tag danach ein schlimmes Erwachen geben, denn: Nicht die "Supertalent"-Suche setzte sich am Ende an die Spitze der Quotencharts, sondern Stefan Raab.

Mit seiner XXL-Show verzeichnete Raab im Schnitt 2,20 Millionen 14- bis 49-jährige Zuschauer. "Das Supertalent" - einst meilenweit in Führung - musste sich ausgerechnet beim Finale mit 60.000 jungen Zuschauern weniger begnügen. Der Marktanteil lag bei nur 19,3 Prozent. Das ist einer der schwächsten Werte der laufenden Staffel und für RTL zugleich eine herbe Niederlage. Zum Vergleich: Das Finale im vergangenen Jahr hatte noch mehr als 28 Prozent Marktanteil erzielt, 2010 waren sogar über 36 Prozent der Werberelevanten dabei.

Zuschauer-Trend: Das Supertalent
Das Supertalent

Nun also die Niederlage gegen "Schlag den Raab", das aufgrund der längeren Sendezeit auf starke 22,0 Prozent Marktanteil kam. Insgesamt erreichte die Spielshow um 3,5 Millionen Euro übrigens 3,25 Millionen Zuschauer und damit in etwa so viele wie man es auch zuletzt gewohnt war. Der Rekord-Jackpot trieb die Quoten also nicht auf ein Rekord-Niveau und der Marktanteil fiel mit 13,0 Prozent beim Gesamtpublikum sogar etwas schwächer aus als zuletzt. Grund zur Unzufriedenheit wird man in Unterföhrung aber gewiss nicht haben. Im Gegensatz zu den Kollegen von RTL, die mit dem "Supertalent"-Finale auch den Gesamtsieg verpassten und nicht über 4,35 Millionen Zuschauer und 14,6 Prozent Marktanteil hinauskamen.

Von den mehr als acht Millionen Zuschauern, die noch vor zwei Jahren dabei waren, blieb man ebenso deutlich entfernt wie von der Reichweite des Vorjahres, als noch knapp sechseinhalb Millionen Zuschauer einschalteten. Meistgesehene Sendung des Abends war indes der ARD-Film "Die Abstauber", den 5,23 Millionen Zuschauer sehen wollten - und der ganz nebenbei auch bei den 1-4 bis 49-Jährigen mit einem Marktanteil von 9,4 Prozent gefragt war. Doch zurück zu RTL: Dort erreichte "Willkommen bei Mario Barth" im "Supertalent"-Sandwich noch 2,74 Millionen Zuschauer und 17,3 Prozent Marktanteil. Wer sich letztlich neues "Supertalent" nennen darf, interessierte nach Mitternacht schließlich sogar nur noch 2,29 Millionen Zuschauer.

"Schlag den Raab" lief der Castingshow mit dem Rennen um den Rekord-Jackpot damit zu später Stunde klar den Rang ab. In der Zielgruppe lag der Marktanteil der Entscheidungsshow bei wahrhaft enttäuschenden 17,5 Prozent. RTL muss sich also einiges einfallen lassen, um seine einst so starke Castingshow wieder auf Kurs zu bringen. Nach dieser Staffel bleibt jedenfalls erst mal festzuhalten: Die Kombination aus Dieter Bohlen und Thomas Gottschalk hat dem Publikum nicht allzu gut gefallen. Kaum zu glauben, dass beide auch im kommenden Jahr wieder zusammen in einer Jury sitzen werden.

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