Tatort: Die chinesische Prinzessin © WDR/Willi Weber
Schon wieder über 12 Millionen Zuschauer

Münster-"Tatort": Kein Rekord, aber vor Johnny Depp

 

Die "Tatort"-Ermittler aus Münster haben am Sonntag zwar einen neuen Rekord verfehlt, spielten mit mehr als zwölf Millionen Zuschauern aber einmal mehr in einer eigenen Liga. Beim jungen Publikum kam auch "Pirates of the Caribbean" nicht vorbei...

von Alexander Krei
21.10.2013 - 08:53 Uhr

Quoten auf Länderspiel-Niveau: Nachdem Jan Josef Liefers und Axel Prahl im März mit fast 13 Millionen Zuschauern im erfolgreichsten "Tatort" seit rund 20 Jahren zu sehen waren und damit sogar den kurz zuvor aufgestellten Bestwert von Til Schweiger pulverisierten, stand an diesem Sonntag der nächste Fall aus Münster auf dem Plan. Diesmal fand die Rekordjagd allerdings ein Ende - doch die Quoten waren deshalb nicht minder beachtlich. Mit 12,44 Millionen Zuschauern setzte sich der "Tatort: Die chinesische Prinzessin" am Sonntag mit großem Abstand an die Spitze der Quoten-Hitliste des Tages. Der Marktanteil lag bei herausragenden 33,5 Prozent und fiel damit nur einen halben Prozentpunkt schwächer aus als beim letzten Münster-"Tatort" im Frühjahr.

Zuschauer-Trend: Tatort
Tatort

Auch beim jungen Publikum hielten sich die Einbußen übrigens in Grenzen: Hier kam die Krimireihe im Ersten mit 3,95 Millionen 14- bis 49-jährigen Zuschauern auf fulminante 26,1 Prozent Marktanteil. Das ist vor allem deshalb beachtlich, weil die Konkurrenz mit der Free-TV-Premiere von "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" diesmal weitaus stärker war als noch im März. Doch auch für ProSieben lief es richtig gut: Mit den starken Quoten des zweiten Films der Reihe, der dem Sender vor mehr als vier Jahren noch über 37 Prozent Marktanteil bescherte, konnte man zwar nicht mithalten, doch 3,48 Millionen 14- bis 49-Jährige sowie 25,6 Prozent sind dennoch ein überaus beachtliches Ergebnis.

Insgesamt kam "Pirates of the Caribbean - Fremde Gezeiten" am Sonntag auf 4,42 Millionen Zuschauer sowie einen Marktanteil von 13,3 Prozent. Hier musste sich der Abenteuerfilm mit Johnny Depp allerdings nicht nur dem "Tatort" geschlagen geben, sondern auch einem Film der "Katie Fforde"-Reihe, der es im ZDF immerhin noch auf 4,97 Millionen Zuschauer brachte. RTL spielte dagegen überhaupt keine Rolle und kam mit der Wiederholung von "So spielt das Leben" nicht über 1,89 Millionen Zuschauer sowie einen Marktanteil von 9,7 Prozent in der Zielgruppe hinaus. Im Ersten profitierte unterdessen "Günther Jauch" vom starken "Tatort": Mit 6,18 Millionen Zuschauern war der Talk über den Limburger Bischof erfolgreicher als jedes Primetime-Programm der Konkurrenz.

Starke 21,3 Prozent betrug der Marktanteil für Jauch - beim jungen Publikum verfehlte die Show einen zweistelligen Wert dagegen knapp. 9,7 Prozent standen hier am Ende auf der Uhr. Ohne Frage ein guter Wert und doch war die Absprung-Rate nach dem "Tatort" aus Münster gewaltig. Die Stimmung dürfte das aber wohl kaum trüben, zumal dem Ersten am Sonntag mit einem Marktanteil von 13,9 Prozent die Tagesmarktführerschaft beim Gesamtpublikum nicht zu nehmen war. Beim jungen Publikum setzte sich ProSieben dank einer ebenfalls erfolgreichen Primetime mit sehr guten 15,8 Prozent an die Spitze. Der Erfolg hielt dabei bis in die Nacht hinein an, denn auch "Terminator 3" wusste nach dem Karibik-"Fluch" noch mit 19,6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe zu überzeugen.

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