Schluss, Aus, Ende. Nach einer bitteren Niederlage gegen Südkorea ist Deutschland bereits in der Vorrunde der Fußball-WM gescheitert und muss nach Hause fahren. 25,43 Millionen Menschen sahen sich das Spiel am Mittwoch um 16 Uhr an, der Marktanteil lag bei überragenden 87,5 Prozent. Durch die frühere Anstoßzeit saßen dieses Mal nicht ganz so viele Zuschauer vor den TV-Geräten. Die Spiele der DFB-Elf gegen Mexiko und Schweden verfolgten noch 25,97 und 27,48 Millionen Zuschauer.

Wie dominant das Deutschlandspiel am Mittwoch war, zeigt sich auch beim Blick auf die jungen Zuschauer. 9,65 Millionen Zuschauer waren nämlich zwischen 14 und 49 Jahren alt, hier betrug der Marktanteil 91,0 Prozent. Mehr wurden während dieser WM noch nie gemessen. Während die Reichweiten insgesamt also etwas niedrigen ausfielen als noch bei den ersten zwei Spielen Deutschlands, schossen die Marktanteile nach oben. Wie immer nicht mit in die Reichweiten einberechnet sind solche Fans, die das Spiel in Bars, Kneipen, auf Fanmeilen oder via Livestream gesehen haben. Das Parallelspiel zwischen Mexiko und Schweden war übrigens kaum gefragt: 140.000 Zuschauer schalteten ZDFinfo ein, der Marktanteil beim Gesamtpublikum betrug lediglich 0,5 Prozent.

Die höchsten Reichweiten der deutschen Fußball-Nationalmannschaft:

Spiel Runde Sender Datum Reichweite
Deutschland - Argentinien WM
Finale
Das Erste 13.07.2014 34,65 Mio.
Deutschland - Brasilien WM
Halbfinale 
ZDF 08.07.2014 32,54 Mio.
Deutschland - Spanien WM
Halbfinale
Das Erste 07.07.2010 31,10 Mio.
Deutschland - Frankreich EM
Halbfinale
ZDF 07.07.2016 29,85 Mio.
Deutschland - Italien WM
Halbfinale
ZDF 04.07.2006 29,66 Mio.
Deutschland - Türkei EM
Halbfinale 
ZDF 25.06.2008 29,46 Mio.
Deutschland - Ghana WM
Vorrunde
Das Erste 23.06.2010 29,30 Mio.
Deutschland - Argentinien WM
Finale
Das Erste 08.07.1990 28,66 Mio.
Deutschland - Italien EM
Viertelfinale
Das Erste 02.07.2016 28,47 Mio.
Deutschland - Tschechien EM
Finale 
ZDF 30.06.1996 28,44 Mio.

Auch die Analyse des deutschen WM-Aus war im Anschluss an das Spiel noch sehr gefragt. 12,48 Millionen Menschen blieben nach Abpfiff dran, sodass der Marktanteil hier bei 53,6 Prozent lag. Beim jungen Publikum wurden sogar 58,1 Prozent gemessen. Da konnte nicht einmal das Abendspiel zwischen Brasilien und Serbien mithalten, das sich 8,73 Millionen Menschen ansahen. 31,4 Prozent Marktanteil waren die Folge, auch hier lief es beim jungen Publikum mit 37,4 Prozent noch etwas besser. Die Partie Schweiz gegen Costa-Rica kam bei ZDFinfo zeitgleich auf 380.000 Zuschauer. Hier wurden 1,4 bei allen und 1,5 Prozent Marktanteil bei den jungen Zuschauern erzielt.

Durch die starken Werte des Deutschlandspiels erreichte das ZDF am Mittwoch einen Tagesmarktanteil in Höhe von 38,3 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen kamen die Mainzer sogar auf 40,4 Prozent. Dennoch dürfte man auch mit einem weinenden Auge auf diese Werte blicken: Durch das frühe Ausscheiden der DFB-Elf wird es schließlich das letzte Mal gewesen sein, dass man sich in diese Quotenregionen vorarbeiten konnte.