Alles oder Nichts © SAT.1/André Kowalski
Am chronisch schwachen Dienstag

Einbruch: Sat.1-Daily "Alles oder Nichts" schwach wie nie

 

Sat.1 hat am Dienstag erneut einen Rückschlag hinnehmen müssen: Die neue Daily "Alles oder Nichts" hatte so wenige Zuschauer wie noch nie. Und auch in der Primetime sah es nicht gut aus. Einen kleinen Lichtblick gab es dagegen für RTL.

von Timo Niemeier
07.11.2018 - 09:13 Uhr

Die neue Sat.1-Daily "Alles oder Nichts" hat sich in den ersten zwei Wochen eher nicht für eine langfristige Fortsetzung empfohlen. Und auch in Woche drei sieht es nicht so aus, als würde es bald mit den Quoten nach oben gehen - eher im Gegenteil. Zwar sahen am Montag 870.000 Menschen, und damit so viele wie noch nie zu, der Marktanteil in der Zielgruppe lag dennoch bei miesen 5,3 Prozent. Am Dienstag folgte nun postwendend ein neuer Tiefpunkt: 560.000 Menschen schalteten ein - weniger waren es bislang nie. Der Marktanteil betrug 2,3 Prozent - auch das ist ein Tiefpunkt, der vor einer Woche schon einmal erreicht wurde.

Aber auch sonst hatte Sat.1 am Dienstag wenig zu lachen. "Endlich Feierabend" kam vor der Soap auf 4,4 Prozent Marktanteil, "Genial daneben - Das Quiz" danach auf 5,1 Prozent. Und wie schon in den vergangenen Wochen lief es auch in der Primetime nicht rund: In dieser Woche versuchte man es mit dem Film "Männerhort" mit Elyas M’Barek, Christoph Maria Herbst und anderen bekannten Gesichtern. Doch auch die konnten nicht verhindern, das der Marktanteil bei 5,9 Prozent hängen blieb, lediglich 1,27 Millionen Menschen sahen zu. "Akte" fiel danach auf 4,8 Prozent.

Einen kleinen Lichtblick gab es dagegen bei der RTL-Soap "Freundinnen", die am Dienstag auf 770.000 Zuschauer kam. Erst einmal hatte das Format mehr Zuschauer - und das war erst vor wenigen Tagen. Mit 8,0 Prozent Marktanteil lag die Daily zudem über ihrem bisherigen Durchschnittswert von 6,5 Prozent - der RTL-Schnitt ist aber natürlich noch immer in weiter Ferne. "Unter Uns" präsentierte sich danach in deutlich besserer Verfassung und erzielte 12,3 Prozent. Die Serien-Wiederholungen am Abend hielten sich durchgängig bei mehr als zehn Prozent Marktanteil, aufgrund des offenkundigen Mangels an neuen Formaten und Folgen wird man damit derzeit gut leben können.

Die "Simpsons" erzielten in der ProSieben-Primetime zuletzt Werte mit einer sechs vor dem Komma. Im Vergleich dazu lief es in dieser Woche deutlich besser: Eine neue Folge erreichte 910.000 Zuschauer und 8,1 Prozent. Drei Wiederholungen pendelten danach zwischen 7,3 und 8,2 Prozent. Auch "Family Guy" lag knapp über der Marke von 8,0 Prozent und war damit erfolgreicher als zuletzt - ein Erfolg sind die beiden Serien damit aber weiterhin nicht.

Dem Tagessieg in der Zielgruppe kam ohnehin keiner der bislang genannten Sender nahe. Den schnappte sich Vox mit einer neuen Folge von "Die Höhle der Löwen". 1,61 Millionen junge Zuschauer sorgten für 17,6 Prozent Marktanteil, insgesamt schalteten 2,85 Millionen Menschen ein. Nicht gut funktioniert hat dann aber der Übergang zum nachfolgenden "Vorstellungsgespräch", das nur noch auf 7,7 Prozent kam. Die Gesamt-Reichweite brach auf 720.000 ein.

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