Akte 20.18 © Sat.1
Schwächstes Jahr aller Zeiten

"Akte 20.18" verabschiedet sich vor kleinem Publikum

 

Am Dienstag ist in Sat.1 die letzte "Akte"-Ausgabe des Jahres zu sehen gewesen, die Quoten waren wie zuletzt schlecht. Für Meta Productions endet damit eine Ära. Doch Sat.1 war längst nicht der einzige große Privatsender, der schwächelte.

von Timo Niemeier
19.12.2018 - 09:07 Uhr

Nach 23 Jahren ist für Meta Productions Schluss: So lange hat die Produktionsfirma das Sat.1-Magazin "Akte" verantwortet. Lange mit Ulrich Meyer, zuletzt mit Claus Strunz als prägenden Kopf. Die Quoten gingen nach Meyers Abschied aber noch einmal ein ganzes Stück zurück, da war auch 2018 keine Ausnahme. Am Dienstag lief nun die letzte Ausgabe des Jahres, mit 1,02 Millionen Zuschauern und 4,3 Prozent Marktanteil in der jungen Zielgruppe lief es wie gewohnt schwach.

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Auch auf Jahressicht kann man nicht zufrieden sein: Die durchschnittliche Reichweite lag bei 990.000, damit wurden erstmals nicht mehr als eine Million Zuschauer erreicht. Auch der Marktanteil in der Zielgruppe lag mit 6,1 Prozent so niedrig wie noch nie zuvor. Nur als "Promi Big Brother" im Vorfeld lief, konnte die Sendung überzeugen. Daher ist es nur allzu verständlich, dass Sat.1 Veränderungen anstrebt: Ab Mitte 2019 wird "Akte" inhouse in Unterföhring produziert. Bis es soweit ist, laufen von unterschiedlichen Produktionsfirmen produzierte, monothematische "Akte"-Sendungen. Meta Productions wird abgewickelt (DWDL.de berichtete).


Auch sonst lief es für Sat.1 am Dienstag nicht nach Plan, der Tagesmarktanteil des Senders betrug lediglich 6,5 Prozent, damit musste man sich sogar RTL II (7,5 Prozent) geschlagen geben. Der Primetime-Film "Es bleibt in der Familie" erreichte nur 6,4 Prozent, 1,84 Millionen Menschen schalteten ein. Am Vorabend holte "Genial daneben - Das Quiz" erneut nur sehr schwache 3,8 Prozent und schrammte damit am Minus-Rekord des Vortages nur knapp vorbei. "Alles oder nichts" holte davor ebenfalls desolate 3,9 Prozent.

Doch auch andere Sender hatten am Dienstag Probleme: Bei ProSieben konnte in der Primetime nur "Galileo Big Pictures" halbwegs überzeugen, wenngleich mit 9,4 Prozent kein zweistelliger Marktanteil drin war. 1,42 Millionen Menschen schalteten ein. "Uncovered" und "10 Fakten" blieben danach bei 7,5 und 7,8 Prozent hängen. Bei RTL schwankten drei alte "Lehrer"-Folgen zwischen 10,1 und 12,4 Prozent. Dennoch erreichte RTL damit die meisten jungen Zuschauer aller Sender ab 20:15 Uhr.

Den Gesamtsieg sicherten sich natürlich die ARD-Serien: "In aller Freundschaft" unterhielt 5,12 Millionen Zuschauer und auch "Die Kanzlei" lag bei sehr guten 5,08 Millionen Zuschauern. Mit 16,8 und 16,6 Prozent Marktanteil kann man beim Sender sehr zufrieden sein. Am späten Abend sorgte die Zusammenfassung der abendlichen Bundesliga-Spiele noch für 13,6 Prozent Marktanteil, 2,34 Millionen Menschen schalteten die "Sportschau" ein. Der Tagesmarktanteil des Ersten lag dennoch bei nur 11,1 Prozent, zu oft rutschte der Sender auch auf einstellige Marktanteile ab. Das ZDF erreichte am Dienstag trotz schwacher Primetime 13,6 Prozent und war damit Tagesmarktführer.

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