Barbara Schöneberger mit Mundschutz © Screenshot Das Erste
Raab gewinnt in der Zielgruppe

Doppelter ESC-Ersatz überzeugt bei ARD und ProSieben

 

ProSieben und Stefan Raab haben die ARD mit dem "Free European Song Contest" am Samstag mächtig geärgert und in der Zielgruppe das Duell für sich entschieden. Aber auch das "deutsche Finale" überzeugte - nur der offizielle Ersatz tat sich danach schwer.

von Alexander Krei
17.05.2020 - 09:06 Uhr

Trotz der Absage des Eurovision Song Contests waren am Samstagabend mehr als fünf Millionen Zuschauer im ESC-Fieber - diese verteilten sich jedoch auf zwei Sender, schließlich hatte neben der ARD auch ProSieben eine Ersatz-Show auf die Beine gestellt. Und zumindest in der Zielgruppe hatte der "Free European Song Contest" von Stefan Raab dann auch die Nase über den gesamten Abend hinweg deutlich vorn: 1,54 Millionen 14- bis 49-jährige Zuschauer trieben den Marktanteil der Premieren-Ausgabe auf starke 19,2 Prozent.

Insgesamt schalteten 2,57 Millionen Zuschauer ein, um den "FreeESC" bei Prosieben zu sehen, sodass der Marktanteil auch hier mit 9,6 Prozent überzeugend ausfiel. Doch auch im Ersten lief es gut: Während die Gesamt-Reichweite des - ungleich kürzeren - "deutschen Finals" mit 3,18 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 10,2 Prozent noch etwas verhalten ausfiel, wurden bei den 14- bis 49-Jährigen sehr gute 15,3 Prozent Marktanteil erzielt. Die letzte halbe Stunde der Show - nach eingeschobene "Tagesschau" und "Wort zum Sonntag" - kam auf ähnlich viele Zuschauer sowie 14,4 Prozent Marktanteil beim jungen Publikum.

Auf die offizielle ESC-Ersatzshow "Europe Shine a Light" wollten sich danach aber nicht mehr so viele Fans einlassen: Diese war mit insgesamt 1,64 Millionen Zuschauern sowie 7,6 Prozent Marktanteil nur mäßig gefragt, schlug sich bei den 14- bis 49-Jährigen mit 9,0 Prozent aber trotzdem noch recht gut - zu diesem Zeitpunkt dominierte der "Free European Song Contest" jedoch endgültig das Geschehen.

Die Wiederholung des Eurovision Song Contests 2010, bei dem sich Lena durchsetzte, hielt nach Mitternacht außerdem gerade mal noch 280.000 Zuschauer wach und sorgte sowohl bei allen als auch bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern nur noch für Marktanteile um vier Prozent. Fans und ARD dürften also gleichermaßen darauf hoffen, dass der ESC im kommenden Jahr wieder ganz normal über die Bühne gehen kann.

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