Die aktuelle Staffel von "Promi Big Brother" läuft ohne Frage gut, die Quoten liegen aber gleichzeitig sehr deutlich unter denen der vergangenen Staffel. Am Freitag machte die Sendung nun einen spürbaren Satz nach oben. 1,77 Millionen Menschen sahen sich die Show an, die bereits um 20:15 Uhr begann. Mit Ausnahme der Einzugsfolge hatte "Promi Big Brother" in diesem Jahr sonst immer weniger Zuschauer. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei 8,0 Prozent. 

Noch deutlich besser lief es bei den 14- bis 49-Jährigen, wo Jochen Schropp und Marlene Lufen 790.000 Zuschauer unterhielten, das entsprach 14,6 Prozent Marktanteil. Auch das ist der höchste Wert, den "Promi Big Brother" in diesem Jahr nach dem Auftakt eingefahren hat - zumindest wenn man nur auf die Zahlen am Tag nach der Ausstrahlung blickt. Das Sat.1-Format gehört zu den Sendungen, die eine vergleichsweise hohe zeitversetzte Nutzung haben, die Quoten wurden in den letzten Tagen daher in der Regel bei der Nachgewichtung regelmäßig nach oben korrigiert (DWDL.de berichtete). 

Das Europa-League-Finale hat "Promi Big Brother" also überhaupt nicht geschadet, und nun geht das Sat.1-Format in die heiße Phase. Erstmals läuft die Sendung ja drei Wochen, nun muss jeden Tag ein Promi das Haus verlassen. Ab Montag zeigt Sat.1 die Sendung zudem immer um 20:15 Uhr. Mehr erhofft hat man sich bei Sat.1 womöglich von "Coras House of Love", das man im Anschluss an "Promi Big Brother" einmalig zeigte, um damit Werbung für das Joyn-Format zu machen. Cora Schumacher war sogar zu Gast bei Schropp und Lufen, um ihre Sendung zu bewerben. Mit 8,5 Prozent Marktanteil lief es zwar gut, die Verluste waren aber sehr hoch. Nur noch 580.000 Zuschauer blieben am späten Abend dran. 


Ansonsten holte das "Frühstücksfernsehen" mal wieder starke 16,3 Prozent, am Nachmittag waren zweistellige Werte dann aber eine Ausnahme. Und so kam Sat.1 am Freitag trotz der starken Primetime auf nur 9,7 Prozent Tagesmarktanteil. Damit lag man knapp hinter RTL (9,8 Prozent), aber vor ProSieben, das sich mit 9,1 Prozent begnügen musste. In der Primetime erreichte der Schwestersender von Sat.1 mit "Star Wars: Eine neue Hoffnung" noch 9,6 Prozent, "4 Blocks" tat sich danach aber schon deutlich schwerer und fiel auf teilweise nur noch 6,2 Prozent zurück.