Am Morgen jubelte die ARD noch, dass "Babylon Berlin" in der Mediathek mittlerweile 4,2 Millionen Videoabrufe zählt. Im linearen Programm erweist sich die dritte Staffel dagegen inzwischen aus Quotensicht als Enttäuschung: Nachdem die Serie am Mittwoch bereits neue Tiefstwerte hinnehmen musste, ging es einen Tag später noch ein Stück weiter nach unten. Lediglich 3,13 Millionen Zuschauer schalteten um 20:15 Uhr im Ersten ein, sodass der Marktanteil bei 9,9 Prozent und damit erstmals im einstelligen Bereich lag. Bei den 14- bis 49-Jährigen waren 6,1 Prozent drin.

"Babylon Berlin" fiel zugleich hinter die neue ZDF-Serie "Fritzie - Der Himmel muss warten" zurück, die gegenüber der Vorwoche zulegen konnte. 3,43 Millionen Zuschauer sahen die erste Folge, beim Staffel-Finale waren anschließend 3,57 Millionen dabei, die für 11,8 Prozent Marktanteil sorgten. Beim jungen Publikum tat sich "Fritzie" dagegen auch diesmal schwer und verharrte mit Werten von 3,9 und 4,3 Prozent deutlich unter dem Senderschnitt. Die meistgesehenen Serien des Donnerstags liefen derweil schon am Vorabend: So erreichte die "Notruf Hafenkante" im Schnitt 4,06 Millionen Zuschauer, "SOKO Stuttgart" zuvor sogar 4,16 Millionen.

Zudem drehte das ZDF am späten Abend auf: Nachdem sich das "heute-journal" auf 4,07 Millionen Zuschauer steigerte, brachte es "Maybrit Illner" danach auf 2,93 Millionen Zuschauer sowie 16,0 Prozent Marktanteil. "Markus Lanz" wollten 2,04 Millionen Zuschauer, was den Marktanteil auf hervorragende 20,5 Prozent trieb. Gleichzeitig war Lanz auch bei den 14- bis 49-Jährigen gefragt: Starke 12,7 Prozent verzeichnete der Talk, ehe das "heute-journal Update" gegen 1 Uhr noch 10,5 Prozent schaffte - insgesamt sahen 1,05 Millionen Zuschauer die Spätnachrichten.

Einen ganz starken Abend gab es zudem für das WDR Fernsehen, dem es gelang, viele Krimi-Fans vor den Fernseher zu locken. Eine "Tatort"-Wiederholung lockte dort bundesweit 2,30 Millionen Zuschauer vor den Fernseher und trieb den Marktanteil des Dritten Programms auf 7,3 Prozent. Der WDR erreichte damit um 20:15 Uhr deutlich mehr Zuschauer als RTL und Sat.1.