"DSDS" hat am Dienstag eine Reihe von neuen Tiefstwerten aufgestellt. 2,82 Millionen Menschen sahen sich eine neue Casting-Ausgabe bei RTL an, weniger Zuschauer verzeichnete die Castingshow zuletzt im Jahr 2019. Wirklich bitter ist allerdings die Entwicklung bei den 14- bis 49-Jährigen, da stürzte "DSDS" nämlich auf ein Allzeit-Tief. 1,13 Millionen Zuschauer in diesem Alter entsprachen nur noch 11,3 Prozent Marktanteil - schlechter lief es noch nie. Was lange als undenkbar galt, könnte bald tatsächlich passieren: "DSDS" droht inzwischen, unter dem Senderschnitt zu fallen. Dass diese Entwicklung bereits bei den Castingfolgen einsetzt, ist kein gutes Omen für den weiteren Verlauf der Staffel.

Am Dienstag musste sich die Castingshow nicht nur dem Handball-Match im ZDF geschlagen geben, auch Joko Winterscheidts ProSieben-Show "Wer stiehlt mir die Show?", bei der sich Thomas Gottschalk gegen den Moderator durchsetzte und das Format damit in der nächsten Woche präsentiert, war beim jungen Publikum erfolgreicher. 1,15 Millionen junge Zuschauer sorgten hier für 11,9 Prozent Marktanteil. Insgesamt sahen 1,62 Millionen Menschen zu. Für das ProSieben-Format waren es übrigens auch neue Tiefstwerte, im Vergleich zur Vorwoche gingen noch einmal rund 50.000 Zuschauer verloren und der Marktanteil in der Zielgruppe sank um mehr als einen Prozentpunkt. Für "DSDS" hat’s trotzdem gereicht. 

Erfolgreichste RTL-Sendung war am Dienstag "RTL Aktuell", das am Vorabend auf 4,68 Millionen Gesamtzuschauer kam, 1,34 Millionen davon waren zwischen 14 und 49 Jahren alt. In der Zielgruppe waren mit der Nachrichtensendung starke 21,1 Prozent drin. Ein Corona-Spezial von "RTL Aktuell" brachte es um 20:15 Uhr dann noch auf 3,22 Millionen Zuschauer und 12,9 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe - daher begann "DSDS" auch 15 Minuten später als üblich. Die "Dschungelshow" fiel am späten Abend dann wieder auf deutlich weniger als 20 Prozent Marktanteil, 16,7 Prozent bedeuten ein neues Tief. Den Senderschnitt konnte man damit aber sehr deutlich hinter sich lassen. 2,22 Millionen Menschen sahen ab 22:20 Uhr zu. 

ProSieben hatte am späten Abend dann gar nichts mehr zu lachen, konnte damit aber immerhin die Regeln der neuen Show "Pokerface - nicht lachen" einhalten. Die Wiederholung stürzte auf 430.000 Gesamtzuschauer ab, in der werberelevanten Zielgruppe waren so nur 6,7 Prozent Marktanteil drin. Auf Tagessicht standen für den Sender am Ende 9,9 Prozent Marktanteil, nur RTL (11,5 Prozent) war noch erfolgreicher.