Auf teils mehr als elf Prozent Marktanteil steigerte sich "9-1-1 Notruf L.A." in der Vergangenheit bei ProSieben. Entsprechend groß dürften die Hoffnungen in Unterföhring gewesen sein, dass sich im Windschatten auch das Spin-Off "9-1-1: Lone Star" zum Erfolg mausern würde. Tatsächlich aber lief es am Mittwochabend für den Sender überhaupt nicht rund - auch, weil schon das Original mit Problemen kämpfte. Zwar schalteten immerhin 1,12 Millionen Zuschauer ein, doch in der Zielgruppe kam "9-1-1" um 20:15 Uhr nicht über magere 6,8 Prozent Marktanteil hinaus.

Für die US-Serie bedeutete das der schwächste Wert seit eineinhalb Jahren, was dann auch "9-1-1: Lone Star" zu spüren bekam. Immerhin gelang es ProSieben, fast alle Fans bei der Stange zu halten: Auf diese Weise brachte es der Ableger letztlich auf 1,10 Millionen Zuschauer sowie 6,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Auf ähnlich mäßigem Niveau startete am späten Abend dann auch "Evil - Dem Bösen auf der Spur": Mit Marktanteilen von 6,6 und 7,9 Prozent besteht hier ebenfalls noch reichlich Luft nach oben. Insgesamt schalteten um 22:15 Uhr im Schnitt 670.000 Zuschauer ein, die zweite Folge kam auf 480.000 Zuschauer.

Ernüchternd verlief der Mittwochabend auch für RTLzwei, wo schon "Die Wollnys" weit von früheren Bestwerten peformten. Nur 790.000 Zuschauer und ein Marktanteil von 4,7 Prozent in der Zielgruppe waren für die Dokusoap drin. Das erschwerte dann auch "Deutschlands Trödelkönigen" den Start: Auf nur 650.000 Zuschauer brachten es "Die Stubers" im Anschluss, bei den 14- bis 49-Jährigen bewegte sich die erste Folge mit nur 3,5 Prozent Marktanteil deutlich im roten Bereich. Zum Vergleich: DMAX lag mit "Outback Opal Hunters" parallel dazu auf Augenhöhe und schaffte 3,4 Prozent.

Besser lief es für Kabel Eins, wo "Der Anschlag" von 1,40 Millionen Zuschauern gesehen wurde und 5,9 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe verzeichnete. Auch Sky war am Mittwochabend stärker als RTLzwei: Dort erreichte die Champions League ab 21:00 Uhr im Schnitt 900.000 Zuschauer vor den Fernseher, rund 200.000 mehr als am Abend zuvor. In der Zielgruppe sorgte Borussia Dortmund für einen guten Marktanteil von 5,0 Prozent.