Seit Anfang dieser Woche läuft nun also der nächste Versuch von RTL, die Quotenprobleme am Nachmittag in den Griff zu bekommen. Nachdem das zuletzt weder mit bekannten Gesichtern noch mit Geschichten von Polizei, Justiz und Rettungsdiensten zu bewerkstelligen war, sollen es nun also Tiere richten. Die erste Wochenbilanz fällt allerdings noch durchwachsen aus.

So blieb auch "Wir lieben Tiere - Die Haustiershow" um 14 Uhr in dieser Woche im Schnitt im einstelligen Marktanteils-Bereich hängen - war aber zumindest näher an der 10-Prozent-Marke dran als dies zuletzt "Tatort Deutschland" gelungen war. So reichte es im Schnitt der ersten fünf Folgen für 9,8 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen. Bei "Tatort Deutschland" pendelte der Wochenschnitt in diesem Jahr bislang nur zwischen 7,1 und 9 Prozent. Die Gesamtreichweite fiel allerdings sogar minimal niedriger aus, die fünf Folgen kamen im Schnitt auf 600.000 Zuschauer.

Hoffnung dürfte RTL dabei vor allem der Dienstag machen, als sich "Wir lieben Tiere" auf immerhin 11,7 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen steigern konnte, am Donnerstag gelang nochmal ein knapp zweistelliger Marktanteil, zum Wochenende waren aber wieder nur magere 9,2 Prozent Marktanteil drin. "Tierretter mit Herz" tut sich im Anschluss noch ein Stück schwerer: Im Schnitt lag der Marktanteil hier in der vergangenen Woche bei nur 8,4 Prozent.

Wenn man sich nun mal an den Oktober zurückerinnert, als "Die Superhändler" noch um 14 Uhr liefen, dann könnte den RTL-Verantwortlichen freilich auch auffallen, dass die auf diesem Sendeplatz noch deutlich besser performt hatten. Der letzte Wochenschnitt lag da bei 12,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Die Verlegung auf den späteren 16-Uhr-Platz bekommt der Trödel-Show seither gar nicht gut: Nennenswert mehr Zuschauer als zuvor um 14 Uhr sind dort nicht dabei - aufgrund der insgesamt höheren TV-Nutzung am späteren Nachmittag sanken zudem die Marktanteile. In der vergangenen Woche lagen "Die Superhändler" nur noch bei im Schnitt 8,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Und wo wir schon bei den Problemfällen im Tagesprogramm von RTL sind: "Guten Morgen Deutschland" erzielte am Freitag mal wieder nur miserable 6,9 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen, während gleichzeitig das "Sat.1 Frühstücksfernsehen" mit 18,6 Prozent Marktanteil glänzte. Der Februar-Monatsschnitt der RTL-Morgensendung liegt bei 8,1 Prozent - so schlecht lief es in der Geschichte von "Guten Morgen Deutschland" noch nie. Das "Frühstücksfernsehen" hat hingegen mit im Schnitt über 18 Prozent Marktanteil seinen erfolgreichsten Monat hinter sich.