So stark wie an diesem Montag präsentierte sich die ProSiebenSat.1-Gruppe in ihrer Gesamtheit schon lange nicht mehr: ProSieben erreichte einen Tagesmarktanteil von 12,1 Prozent und wurde damit Tagesmarktführer, Sat.1 lag mit 10,3 Prozent auf Rang 2, RTL folgte mit fast einem Prozentpunkt Rückstand erst auf dem dritten Platz. Zu verdanken ist das der sehr starken Performance der beiden Sender in der Primetime. So stand bei Sat.1 der Auftakt der zweiten Staffel von "Promis unter Palmen" auf dem Programm, das im vergangenen Jahr der Überraschungs-Trash-Quotenhit des Jahres war.

Auch die zweite Staffel ließ sich nun erfolgreich an: Der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen belief sich zum Auftakt auf 15,5 Prozent und lag damit genauso hoch wie (ebenfalls vorläufig gewichtet) zum Auftakt im vergangenen Jahr. Allerdings schalteten insgesamt diesmal deutlich weniger Zuschauer ein als noch im Vorjahr: 2,23 Millionen Zuschauer waren dabei und somit fast 600.000 weniger als im Jahr zuvor. Spannend wird nun, ob sich die Quoten wie im letzten Jahr im Lauf der Staffel noch weiter steigern werden - oder ob der Bogen der Eskalation doch in der ersten Folge schon überspannt wurde. Die anschließende "Promis unter Palmen - Late Night Show" hielt übrigens noch 940.000 Zuschauer dran, der Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen sank nach 23 Uhr auf 9,9 Prozent - lag damit aber noch immer weit über dem sonstigen Sat.1-Niveau.

In den Schatten gestellt wurden Sat.1 und "Promis unter Palmen" am Montag aber noch vom Schwestersender ProSieben. Dort feierte die Serie "Chernobyl" einen herausragenden Einstand, lockte 2,43 Millionen Zuschauer vor den Fernseher und bescherte ProSieben einen Marktanteil von 16,7 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen - Werte, wie man sie für fiktionale Serien schon lange nicht mehr gesehen hat. ProSieben gelang es zudem besser als Sat.1, das Publikum im Anschluss daran noch vor dem Bildschirm zu halten.

Die Doku "Tschernobyl - Die Wolke über Deutschland" konnte den Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen sogar noch auf 17,0 Prozent steigern, 1,69 Millionen Zuschauer blieben hier insgesamt im Schnitt vor dem Fernseher dabei. Und auch "10 Fakten", das sich diesmal mit den "gefährlichten Orten der Welt" beschäftigte, überzeugte mit 15,9 Prozent Marktanteil zu sehr später Stunde - los ging's erst um 23:40 Uhr - auf ganzer Linie. Insgesamt sahen hier im Schnitt noch 780.000 Zuschauer zu, was einem Marktanteil von 7,4 Prozent beim Gesamtpublikum entsprach.