Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

In den einstelligen Bereich gefallen sind die Zielgruppen-Marktanteile einer weiteren Folge der RTL-Sendung "Reich & herzlich – Ein Millionär geht undercover". Nachdem eine Testfolge im zurückliegenden Jahr rund zehneinhalb Prozent bei den Umworbenen holte, lieferte das Format am Dienstag zur besten Sendezeit nun 9,4 Prozent. Etwas mehr als eineinhalb Millionen Personen schauten zu. Ein Erfolg sieht anders aus, jedoch gilt zu bedenken: Die Ausstrahlung erfolgte gegen ein weiteres Relegationsspiel, das Sat.1 zeigte. Auch diese "ran"-Sendung war erfolgreich, wenngleich es diesmal ein bisschen dauerte.

Die erste Halbzeit, angepfiffen um 20:30 Uhr, holte 15,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Der Countdown zum Spiel sicherte sich zuvor ab 19:30 Uhr erst schlechte 4,1 Prozent, ab 20 Uhr dann neun Prozent. 1,73 Millionen Fans schauten zwischen 20 und kurz vor 20:30 Uhr zu. Während der ersten Spielhälfte kletterte die Gesamt-Reichweite dann schon auf rund dreieinhalb Millionen. Nach 21:30 Uhr stiegen die Werte weiter an, längst war Sat.1 insgesamt und bei den Jüngeren klarer Marktführer. Die entscheidende Phase des Duells zwischen Kaiserslautern und Dresden verfolgten schließlich 4,86 Millionen Menschen. Somit erzielte "ran" 19,8 Prozent Marktanteil insgesamt. 1,38 Millionen 14- bis 49-Jährigen verfolgten die Partie und bescherten Sat.1 starke 22,1 Prozent.

Sat.1 war am Mittwoch auch der einzige Sender, der in der klassischen Zielgruppe auf einen zweistelligen Tagesmarktanteil kam. Gemessen wurden 10,7 Prozent, womit der Kanal 1,3 Prozentpunkte vor RTL rangierte. ProSieben ließ man noch weiter hinter sich: Der Sender kam nicht über 6,7 Prozent hinaus. Er blieb insbesondere im Abendprogramm erfolglos. "Darüber…die Welt!" sicherte sich nach 20:15 Uhr gerade einmal schwache 6,8 Prozent. Und ohne starken Vorlauf hatte auch "Late Night Berlin" nichts zu melden: Die Show musste sich mit 5,8 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen zufrieden geben.

Auch RTL hatte am späteren Abend ziemliche Probleme. "RTL Direkt" kam ab 22:15 Uhr mit 6,9 Prozent auf keinen grünen Zweig, nach 22:35 Uhr floppte "Back to" mit 7,6 Prozent. 1,02 und 0,80 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer schalteten durchschnittlich ein.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV