Quelle der Daten für diesen Artikel: AdScanner

In Zusammenarbeit mit AdScanner veröffentlicht das Medienmagazin DWDL.de täglich die Hitlisten der Produkte, für die am Vortag im TV die meisten Spots geschaltet bzw. deren Spots die höchsten Reichweiten erzielt haben. Seit Anfang Mai findet die Auswertung nun also auf Produkt-Ebene statt: Sind mehrere unterschiedliche Spots für das gleiche Produkt geschaltet, zählen wir diese zusammen. So ergibt sich ein klareres Bild, wie hoch der Werbedruck für ein Produkt wirklich war.

Die Messung der Reichweiten basiert auf der sekundengenauen Erhebung der TV-Nutzung von rund einer Million Haushalten in Zusammenarbeit mit Vodafone. Statt nur einer durchschnittlichen Werbeinsel-Reichweite kann AdScanner auch Unterschiede innerhalb eines Werbeblocks sichtbar machen. Daher werden aus dem branchenüblichen GRP (Gross Rating Points), der Brutto-Reichweite in Prozent, die den erzeugten Werbedruck misst, bei AdScanner der sekundengenaue XRP (Exact Rating Points), bezogen auf die gemessenen Vodafone-Haushalte.

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Media Markt hat die Media Markt Club-Tage ausgerufen - und fährt im Zuge dessen eine große Kampagne, die am Freitag in 196 Ausstrahlung von TV-Spots mündete. Diese waren so gut platziert, dass das Unternehmen das Werbe-Ranking am Freittag klar dominierte. Mit einer Reichweite von 112,78 XRP lag Media Markt nicht nur als einziges Unternehmen über der 100er-Marke, sondern hatte auch noch großen Vorsprung vor dem Rest des Feldes.

Zum Verständnis der XRP: Hier handelt es sich um eine Brutto-Reichweite, die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung wird somit aufaddiert. Ein Beispiel: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für den gesamten Tag 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären. 

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Lidl kam mit seinen Angebots-Spots auf 67,71 XRP und den damit verbundenen zweiten Platz, gefolgt von Amazon mit 66,05 Punkten. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass Lidl und Amazon deutlich seltener warben als Media Markt - nämlich jeweils weniger als 80 Mal. Bemerkenswert ist, dass Ferrero für die Bewerbung des Kindertags sogar nur 54 Spot-Ausstrahlungen benötigte, um sich einen Platz in den Top 5 zu ergattern.

Das krasse Gegenteil dazu bildete auch am Freitag wieder Lotto 24, das trotz mehr als 300 Ausstrahlungen nicht mal einen XRP von 30 einfuhr. Jeweils mehr als 200 Mal warben außerdem NordVPN, Immobilienscout 24 und Bild im deutschen Fernsehen.