Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Die meistgesehene Sendung des Donnerstags war eine Wiederholung: Durchschnittlich 5,90 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer machten den "Flensburg-Krimi" im Ersten zur Nummer eins - damit schalteten fast genauso viele ein wie vor einem Jahr bei der Erstausstrahlung. Der Marktanteil lag beim Gesamtpublikum bei starken 22,3 Prozent. Deutlich dahinter kam die Fußball-WM durchs Ziel, die allerdings erstmals seit dem Auftaktspiel am Sonntag mit einem Spiel ohne deutsche Beteiligung die Marke von fünf Millionen Fans knackte.

Konkret waren im Schnitt 5,02 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer beim 2:0-Erfolg von Brasilien gegen Serbien dabei, sodass der ZDF-Marktanteil bei 19,1 Prozent lag. Ein ganzes Stück besser sah es übrigens bei den 14- bis 49-Jährigen aus, wo 1,49 Millionen Fans für 24,7 Prozent Marktanteil und den damit verbundenen Tagessieg sorgten. Das kurze "heute-journal" in der Halbzeitpause sahen 4,50 Millionen Menschen, ehe nach Abpfiff noch 2,86 Millionen beim ZDF für die Analysen am Ball blieben.

Das 14-Uhr-Spiel zwischen Uruguay und Südkorea war unterdessen zunächst auf 2,27 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer gekommen, drei Stunden später zählte die Begegnung zwischen Portugal und Ghana im Schnitt 3,68 Millionen Fans. Damit liegen die Quoten der diesjährigen WM weiter deutlich hinter jenen vergangener Turniere zurück. Das wiederum hilft der Konkurrenz, wie am Donnerstag nicht nur der "Flensburg-Krimi" zeigte, sondern auch "Wer weiß denn sowas?". Das ARD-Quiz zeigte sich von der WM völlig unbeeindruckt und brachte es gegen 18 Uhr auf 3,50 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sowie 19,2 Prozent Marktanteil.

Die Comedy-Schiene am späten Abend tat sich im Ersten hingegen schwer. Mehr als 1,05 Millionen Personen waren nicht drin für die "Carolin Kebekus Show", die somit nur 7,7 Prozent Marktanteil erzielte. "Die Florian Schroeder Satire Show" kam danach nicht über 490.000 Zuschauende und 5,0 Prozent Marktanteil hinaus - und für "Salon Simonetti" blieben ab 0:32 Uhr sogar nur noch 310.000 Menschen wach. Mit Marktanteilen von 3,1 bei allen sowie 2,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen velief der Auftakt der neuen Show mit Riccardo Simonetti also ziemlich schwach.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV