Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Wenigstens an dieser Stelle hat sich die deutsche Nationalmannschaft mit dem finalen Gruppenspiel gegen Costa Rica noch den ersten Platz geholt. Die Übertragung im Ersten Deutschen Fernsehen sicherte sich mit durchschnittlich 17,44 Millionen zusehenden Personen die bis dato beste Reichweite der Winter-WM in Katar. Im Vergleich zum Gruppenspiel gegen Spanien am Sonntagabend legte das entscheidende Match also rund 0,4 Millionen zusehende Fans drauf. Auch die Marktanteile stiegen nochmals um einige Punkte. Insgesamt kam die Partie gegen Costa Rica auf 53,7 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen wurde erstmals die 60-Prozent-Marke geknackt: 64,2 Prozent sahen das deutsche Ausscheiden trotz eines Sieges. Weil Spanien im Parallelspiel nicht erfolgreich war, fliegt die DFB-Elf schon am Freitag wieder Richtung Heimat.

Während das Flick-Team sportlich in seiner Gruppe nicht über den dritten Rang hinaus kam, gelang es ihm zudem nicht, in Sachen TV-Jahrescharts an den auch auf dem Platz erfolgreicheren Frauen vorbeizuziehen. Deren EM-Finale im Sommer hatte rund 17,9 Millionen Menschen ab drei Jahren in den Bann gezogen. Die deutsche Fußballnationalmannschaft kam neben den jetzt generierten 17,44 und den am Sonntag erreichten 17,05 Millionen Zusehenden gegen Spanien zudem im Auftaktspiel, das Mittwoch zurückliegender Woche stattfand, auf etwa 9,2 Millionen Personen.

Während Fußballexpertinnen und -experten also der Meinung sind, dass die Nationalmannschaft nicht ihr volles Potential ausgeschöpft hat, war das bei den TV-Quoten ähnlich. Früher noch kamen deutsche Spiele bei Weltmeisterschaften regelmäßig auf mehr als 80 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Davon waren ARD und ZDF in diesem Winter weit entfernt. Nicht bekannt ist weiterhin, wie viele Fans sich parallel für die Übertragung im Pay-TV bei Magenta TV entschieden. Der Umstand, dass mit der DFB-Elf nun das zweifelsfrei größte Zugpferd raus ist, dürfte der Quotenbilanz des noch gut zwei Wochen laufenden Turniers zudem nicht unbedingt helfen.

Der Donnerstag war für Das Erste natürlich dennoch ein starker Tag. Die "Tagesschau" holte in der Halbzeitpause im Schnitt 15,5 Millionen Zusehende, die ab 22:35 Uhr gezeigte Zusammenfassung des Spiels Japan gegen Spanien kam immer noch auf 7,7 Millionen. Bei den Jüngeren erreichte Das Erste zu dieser Zeit noch rund 47 Prozent Marktanteil. Ebenfalls über sieben Millionen Menschen sahen die Vorberichte zum Spiel – der Wert stieg allerdings erst im Laufe der Zeit. Eine inkludierte und um 18.30 Uhr gestartete Reportage rund um "Das Pillen-Problem" im Sport hatte 2,75 Millionen Zusehende erreicht. Diese Werte wurden extra ausgewiesen.

Tagsüber punktete der Sender zudem mit längeren Biathlon-Strecken: 23,8 und 25,1 Prozent Marktanteil sicherten sich die Liveübertragungen. Und das frühe WM-Spiel zwischen Kroatien und Belgien (Anpfiff: 16 Uhr deutscher Zeit) sahen 3,64 Millionen Fans. 26,9 Prozent Marktanteil generierte Das Erste insgesamt, bei den 14- bis 49-Jährigen wurde die 30-Prozent-Marke geknackt: 32 Prozent aus dieser Altersklasse waren dabei.

 

Den Donnerstag dominierte Das Erste also nach Belieben. Bei den 14- bis 49-Jährigen sicherte sich der Sender starke 36,4 Prozent Marktanteil, RTL folgte mit 6,1 Prozent auf Rang zwei. Insgesamt sicherte sich der reichlich Sport zeigende Kanal tolle 28,6 Prozent, das ZDF folgte mit 13,7 Prozent.

Quelle für alle Daten in diesem Artikel: AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK ; videoSCOPE 1.4, Marktstandard: TV