
Lange hat es schon keinen Millionen-Gewinner mehr bei "Wer wird Millionär?" gegeben. Und dabei bleibt es vorerst auch: Am Montag ist im Rahmen der Sendung zwar die letzte Frage gestellt worden, der Kandidat entschieden sich aber am Ende lieber dazu, mit 500.000 Euro nach Hause zu gehen. Die klassischen TV-Quoten der Sendung mit Günther Jauch waren sehr gut (DWDL.de berichtete). Dass das auch mit der Millionen-Frage zusammenhing, lässt sich mit Blick auf die Verlaufskurve von All Eyes on Screens sagen.
Demnach schalteten im Verlauf der ersten 10 Minuten der Sendung nach und nach immer mehr Menschen ein. Nachdem dann aber klar war, dass die Million nicht geknackt wird und es im Rahmen der Sendung regulär weiterging, suchten einige Zuschauerinnen und Zuschauer das Weite. Bis zur ersten Werbeunterbrechung gegen 20:40 Uhr hielt sich "Wer wird Millionär?" dann ziemlich stabil. Der erste Knick nach der Millionen-Frage war jedoch so stark, wie man ihn bei Privatsendern sonst nur erlebt, wenn ein Werbeblock startet.
Im weiteren Verlauf des Abends gelang es Günther Jauch dann ziemlich gut, das Publikum nach der Werbung immer wieder neu einzusammeln. Um 21:45 Uhr profitierte die Quizshow zudem vom Ende des Krimis im ZDF, hier stieg die Verlaufskurve nochmal spürbar an. Hintenraus waren dann jedoch nicht mehr alle Zuschauerinnen und Zuschauer mit dabei. Sie schalteten nach 22:30 Uhr wohl auch deshalb nicht mehr so zahlreich ein, weil sich einige von ihnen in Richtung Bett verabschiedeten.
Spannend ist auch die Verlaufskurve vom "Kommissar Rex": Der neueste Film der Reihe hielt sein Publikum bis zum Ende um 22:15 Uhr recht gut. Nach den Werbepausen kamen die Zuschauerinnen und Zuschauer auch hier verlässlich zurück.
Übrigens: Die Primetime-Kurve von All Eyes On Screens finden Sie täglich an ihrem festen Platz in der DWDL-Zahlenzentrale. Dort gibt es auch jeden Tag das Ranking der Marken, die am bruttoreichweitenstärksten im deutschen Fernsehen geworben haben. Am Montag nahm hier Amazon den ersten Platz ein.
Wie die Kurven von All Eyes on Screens zu lesen sind
Die Daten von All Eyes On Screens sind, anders als die AGF-Zahlen, nicht bevölkerungsrepräsentativ. Sie werden also nicht anhand eines Panels gewichtet und hochgerechnet, sondern geben die tatsächlich gemessenen Gerätedaten aus rund einer Million von insgesamt knapp neun Millionen Vodafone-Haushalten wieder. Mehr Hintergrund zu diesen Daten gibt es hier. Aussagekräftig sind somit weniger die Höhe der Reichweitenkurven zueinander als die Entwicklung innerhalb eines Senders und die Erkenntnisse zu Umschaltzeitpunkten.
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