Im Zuge seines Vorabend-Umbaus wird Sat.1 ab Mitte Dezember auch eine Kürzung seiner Hauptnachrichtensendung vornehmen. Seit etwas mehr als drei Jahren laufen die "Newstime"-Ausgaben von Montag bis Freitag um 19:45 Uhr, ab dem 14. Dezember erfolgt der Beginn wieder zehn Minuten später. Damit setzt Sat.1 künftig wieder auf eine einheitliche Startzeit seiner Nachrichten, denn samstags und sonntags hatte der Sender den Beginn um 19:55 Uhr stets beibehalten.

Die Verlängerung im Herbst 2023 war noch unter dem damaligen Senderchef Daniel Rosemann erfolgt. Mit dem Schritt, der zugleich mit dem Aufbau einer eigenen Nachrichtenredaktion einhergegangen war, wollte man damals erklärtermaßen das journalistische Profil von Sat.1 schärfen. Die Verlängerung sei "ein ebenso konsequenter wie bedeutsamer Schritt in der Geschichte von Sat.1", sagte Rosemann damals. Und Arne Teetz, damals wie heute Chefredakteur Nachrichten, verwies einst darauf, mehr Zeit zu haben, "den häufig komplexen Nachrichtentag mit mehr Themen, mehr Interviews und mehr Grafiken noch besser aufbereiten zu können".

Nun erfolgt also die Rolle rückwärts - ein Schritt, der wohl auch mit Blick auf die Quotenentwicklung zurückzuführen ist. Tatsächlich sorgte die einst eingeführte Verlängerung nicht für ein gestiegenes Interesse des Publikums. Im Gegenteil: Mit im Schnitt weniger als 700.000 Zuschauerinnen und Zuschauern sowie nicht mal fünf Prozent Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen schneiden die "Newstime"-Ausgaben in diesem Jahr in Sat.1 ziemlich enttäuschend ab.

Mehr Rückenwind erhofft man sich in Unterföhring ab Mitte Dezember durch die Neuauflage von "Deal or no Deal" mit Jörg Pilawa, die den 19-Uhr-Sendeplatz der "Landarztpraxis" übernehmen wird. Um 18:00 Uhr setzt der Privatsender seit dieser Woche schon auf neue Folgen des Gerichtsshow-Klassikers "Richter Alexander Hold" (DWDL.de berichtete).

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